Google Trends Deutschland, die Eingabemaske. Quelle: www.google.de/trends

Google ist die am meisten genutzte Internetsuchmaschine der Welt. Wenn sich ein User über ein bestimmtes Thema informieren möchte, gibt er den Suchbegriff in rund 95 % aller Fälle bei Google ein, die Websuche steht schlechthin für das Unternehmen. Die Firma bietet aber viele weitere Produkte und Tools an, dazu gehört auch Google Trends (www.google.de/trends). Dabei handelt es sich um ein kostenloses Tool, mit dem die die Popularität von Suchbegriffen und Keywords mit der Zeit analysiert werden kann.

Seit der 23. Ausgabe des Dudens hat auch das Verb googeln die Aufnahme in das Standardwerk der deutschen Rechtschreibung geschafft. Daher stellen die Suchanfragen an Google einen sehr guten Überblick über die Themen dar, die die Menschen in einem bestimmten Land, in einer Region oder weltweit beschäftigen. Wie das Unternehmen Google in seiner Unternehmensgeschichte aufführt, wurde Google Trends im Mai 2002 in den Google Labs entwickelt und im Mai 2006 veröffentlicht, um die beliebtesten Suchanfragen der Internetnutzer in einem Zeitverlauf abzubilden (Quelle: www.google.com/intl/de_DE/about/company/history/).

Ein kostenloses Statistik Tool für viele Zwecke, beliebt Google Charts

Google Trends kann kostenfrei genutzt werden. Jeden Monat erreichen die Suchmaschine mehr als einhundert Milliarden Suchanfragen aus aller Welt, die Websuche wächst dabei kontinuierlich. Sehr beliebt sind dabei die Google Charts.

Sämtliche Anfragen werden nach dem gesuchten Begriff, nach Datum und Uhrzeit und nach ihrer Herkunft gespeichert. So erhält Google eine genauen Überblick, welche Themen und Personen in welchem Land von besonderer Wichtigkeit sind. Diese Erkenntnisse teilt das Unternehmen mit seinen Nutzern, die sich über Google Trends über die unterschiedlichen Suchbegriffe informieren können. Dabei werden jedoch keine absoluten Zahlen angegeben, sondern der Nutzer erhält einen Überblick über den zeitlichen Verlauf der Anfragen. Nachdem in den Anfangsjahren nur historische Zeitverläufe angezeigt wurden, hat Google die Anzeige im Juni 2015 umgestellt. Seitdem können sich die Interessenten die Suchbegriffe in Echtzeit anzeigen lassen. So ist eine sofortige Überprüfung des öffentlichen Interesses an aktuellen Ereignissen möglich.

Die Nutzer der Suchstatistik können die abgefragten Daten zu verschiedenen Zwecken nutzen:

  • Vorhersage bestimmter Ereignisse
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Content Marketing
  • Marketingprognosen
  • Webseitenanalyse
  • Marktrecherche
  • Trendforschung

Die Erfahrungen mit Google Trends haben gezeigt, dass sich aus häufig nachgefragten Begriffen eine Vorhersage bestimmter Ereignisse treffen lässt. So haben Analysten festgestellt, dass sich aus der Anzahl der Nachfragen nach Grippesymptomen und Heilmitteln gegen die Krankheit die Ausbreitung einer Grippewelle vorhersagen lässt. Auch die Suche nach einem bestimmten Unternehmen lässt sich in Verbindung mit der Anzahl der an der Börse gehandelten Aktien des Unternehmens bringen. Politiker und Bürger können sich bei Google Trends über den möglichen Ausgang aktueller oder kommender Wahlen informieren.

Zahlreiche Betreiber von Webseiten verfolgen das Ziel, in den Suchergebnissen von Google oder anderen Suchmaschinen, wie Bing, Yahoo oder Ask.com, unter den vorderen Ergebnissen aufgeführt zu werden. Dazu eignet sich eine gezielte Suchmaschinenoptimierung, die nach der englischen Übersetzung „search engine optimization“ auch mit SEO abgekürzt wird. Webseitenbetreiber oder von ihnen beauftragte SEO-Agenturen können mithilfe von Google Trends ermitteln, ob die auf der Seite eingesetzten Keywords häufig nachgefragt werden.

Suchvolumen bei Google Trends für "Steuern"

Abb. 1: Entwicklung des Interesse im zeitlichen Verlauf an „Steuern“ bei Google Trends Deutschland von 2004 – 20016. Quelle: www.google.de/trends

 

Google Trends Umsatzsteuer

Abb. 2: Entwicklung der Popularität im zeitlichen Verlauf an „Umsatzsteuer„“ bei Google Trends Deutschland, 2004 – 2016. Quelle: www.google.de/trends

Google erklärt generell zu den Grafiken: „Die angezeigten Zahlen zeigen die Gesamtsuchanfragen für einen Begriff im Verhältnis zur Gesamtzahl an Suchanfragen auf Google im zeitlichen Verlauf. Eine Linie mit Abwärtstrend bedeutet, dass die relative Beliebtheit eines Suchbegriffs abnimmt. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Gesamtzahl der Suchanfragen für diesen Begriff sinkt. Dies heißt nur, dass sich die Beliebtheit des Begriffs im Vergleich zu anderen Suchanfragen verringert.“

Umgekehrt kann der Inhaber einer Domain anhand der Suchergebnisse sehen, für welche verwandten Themen sich seine Leser interessieren oder welche Keywords er austauschen sollte, weil das Interesse der Nutzer nachlässt. So kann der Betreiber einer Internetseite entscheiden, einen neuen Text online zu stellen, der auf das Interesse der Leser stößt und der auch schon Keywords beinhaltet, deren Bedeutung gerade ansteigt.

Anwendungen z. B. Online-Marketing

Durch erfolgreiches Online-Marketing können die Betreiber von Internetshops oder einer Website ihre Klickzahlen erhöhen und neue Kunden beziehungsweise Leser gewinnen. Dabei ist es vor allem bei der Versteigerung einer Online-Werbefläche wichtig, zu erkennen, welche Suchbegriffe von Interesse sind. Die Versteigerung der Werbeflächen im Internet erfolgt häufig als sogenanntes Realtime-Advertising, also in Echtzeit innerhalb von Sekunden. Bevor ein Kunde ein Gebot für eine Werbefläche abgibt, sollte er sich über die aktuellen und zukünftigen Trends informieren, um die passende Werbefläche zu ersteigern.

Saisonale Schwankungen bei der Kundennachfrage können ebenfalls mithilfe von Google Trends erkannt werden. Der Betreiber einer Seite kann durch rechtzeitige Werbemaßnahmen oder durch eine inhaltliche Veränderung der Seite verhindern, dass die Zahl der Besucher abnimmt. Auch die Gründer eines neuen Unternehmens können den Markt ausführlich analysieren, bevor sie mit ihrem Start-up versuchen, erste Kunden zu gewinnen. Durch das Statistiktool von Google können Existenzgründer neue Trends erforschen oder die Relevanz ihrer Produkte beziehungsweise Dienstleistungen am Markt testen. Die Ergebnisse zeigen auch an, wie häufig ähnliche Suchbegriffe von den Internetnutzern eingegeben wurden und welche Eigenschaften des Produkts für die Käufer besonders wichtig sind.

Die einzelnen Diagramme und Charts, die Google Trends anzeigt, können in eine Worddatei eingebettet oder auf einer anderen Internetseite angezeigt werden. Dazu erfolgt ein Klick auf ein kleines Zeichen unten rechts unterhalb des Diagramms. Der User sieht einen Code, den er in eine HTML-Seite oder in den Quellcode einfügen muss. Google erlaubt die kostenlose Nutzung der Diagramme, sofern sie als Zitate gekennzeichnet sind und den Nutzungsbedingungen von Google entsprechen (http://www.google.com/intl/de/policies/terms/).

So funktioniert Google Trends

Die Startseite von Google Trends wird unter https://www.google.com/trends/ aufgerufen. Seit einiger Zeit sucht Google Labs als Betreiber der Seite sogenannte Trendgeschichten aus, die den Nutzern auf der Startseite angezeigt werden. Dabei handelt es sich um Themenbereiche, die auf folgenden Plattformen besonders häufig nachgefragt wurden:

Um zu erkennen, ob es sich um eine Trendgeschichte handelt, setzt Google die Knowledge Graph-Technologie ein. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die die Daten von circa 500 Millionen bekannten Personen, Orten und Informationen enthält. Die Knowledge Graph-Technologie führt die einzelnen Daten zusammen und gibt so einen umfassenden Überblick über sämtliche gesammelten Informationen zu einem bestimmten Suchbegriff. Diese Informationen werden realen Personen, Orten und Gegenständen zugeordnet und nach den steigenden Anfragen der Nutzer sortiert. So erkennt die Knowledge Graph-Technologie neue Trendthemen und interessante Geschichten, die die Internetgemeinde aktuell interessieren. Auf der Seite für Deutschland sind mehr als 200 Trendgeschichten veröffentlicht, sodass sich ein Leser umfassend informieren kann, welche Bereiche für seine Mitbürger von Bedeutung sind.

Falls sich ein Nutzer für ein bestimmtes Thema interessiert, das nicht als Trendgeschichte aufgeführt ist, kann er oben auf der Startseite den jeweiligen Suchbegriff eingeben. Nach Eingabe einer Anfrage schlägt die Seite einige Themen vor, die zu dem gesuchten Wort passen. Bei einer Suche nach Zinsen schlägt Google Trends zum Beispiel vor, nach dem Begriff Zinsen oder alternativ nach Zins als literarisches Thema, nach Wucher oder nach Rendite zu suchen. Entscheidet sich der Nutzer für Zinsen, erfährt er nach einem Klick auf den Begriff, wie sich das Interesse der Internetnutzer nach Zinsen seit dem Jahr 2004 bis heute entwickelt hat. Zahlen vor 2004 werden nicht angezeigt. Die Seite erstellt ein Liniendiagramm, bei dem der Wert mit der höchsten Nachfrage mit dem Index 100 eingesetzt wird. Die übrigen Anfragen werden in ein Verhältnis zu dem Index 100 angegeben. Bei Eingabe eines Wortes muss der Anwender beachten, dass Google Trends weder Rechtsschreibfehler oder Varianten der Schreibweise noch Synonyme oder den Plural beziehungsweise die Singularform des gesuchten Begriffes berücksichtigt.

Falls es zu dem gesuchten Begriff Schlagzeilen in den Nachrichten gab, kann sich der Nutzer diese News-Beiträge zusätzlich anzeigen lassen. Für einige Anfragen erstellt Google Trends außerdem anhand einer mathematischen Schätzung eine Prognose, wie sich die Anzahl der Nachfragen in Zukunft entwickeln wird. Für die Prognose müssen ausreichend Daten zu dem Suchbegriff vorhanden sein und der Begriff muss klar definiert sein.

Das Statistiktool und weitere Auswahlmöglichkeiten

Die Websuche unter der Lupe: Für die Betreiber von Webseiten ist es besonders interessant, zu sehen, wie sich ein gesuchter Themenbereich im Verhältnis zu einem verwandten Wort entwickelt hat. Daher können die Anwender von Google Trends weitere Suchbegriffe hinzufügen. Das Statistiktool erstellt sofort ein neues Diagramm, in dem die Linien in unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Gleichzeitig erhält der Anfragende über ein Balkendiagramm Auskunft über die durchschnittliche Häufigkeit, mit der die Wörter in die Suchmaschine oder bei YouTube eingegeben wurden. Über den Vergleich können bis zu fünf verschiedene Suchgruppen und innerhalb jeder Gruppe bis zu 25 Ausdrücke miteinander verglichen werden. Neben dem Vergleich bestimmter Suchbegriffe kann der Anwender auch untersuchen, wie häufig ein Wort in bis zu fünf verschiedenen Orten oder in bis zu fünf unterschiedlichen Zeiträumen aufgerufen wurde.

Nach Eingabe eines Suchbegriffes stehenden dem Interessenten weiter Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, um seine Suche einzugrenzen:

  • weltweit oder nur in einem bestimmten Land
  • 2004 bis heute oder in einem bestimmten Jahr innerhalb dieses Zeitraum
  • letzte 12 Monate
  • letzte 90 Tage
  • letzte 30 Tage
  • letzte 7 Tage
  • gestern
  • letzte 4 Stunden
  • letzte Stunde

Zu einem gesuchten Wort schlägt Google Trends die Kategorien vor, in denen der Begriff am häufigsten zu finden ist. Der Nutzer kann aber auch selbst eine Auswahl treffen:

alle Kategorien

  • Autos und Fahrzeuge
  • Beruf und Ausbildung
  • Bücher und Literatur
  • Computer und Elektronik
  • Essen und Trinken
  • Finanzen
  • Gesetz und Regierung
  • Gesundheit
  • Haus und Garten
  • Haustiere und wild lebende Tiere
  • Hobbys und Freizeitbeschäftigungen
  • Immobilien
  • Internet und Telekommunikation
  • Kunst und Unterhaltung
  • Mensch und Gesellschaft
  • Nachrichten
  • Naturwissenschaften
  • Online-Communitys
  • Referenz
  • Reisen
  • Schönheit und Fitness
  • Shopping
  • Spiele
  • Sport
  • Unternehmen und Industrie

Während sich einige User nur für die schriftlichen Suchergebnisse interessieren, die das Internet liefert, möchten andere Nutzer vor allem Bilder zu dem gesuchten Begriff angezeigt bekommen. Auch diese Auswahl steht zur Verfügung, ebenso wie die Eingrenzung auf die Suchergebnisse in Google News, auf YouTube oder bei Google-Shopping.

Die Nutzung von Google Trends ist einfach und erklärt sich fast von selbst. Falls ein Anwender trotzdem noch Fragen hat, kann er unter https://support.google.com/trends#topic=6248053 die Seite Google Trends Hilfe aufrufen. Die Hilfeseite kann in mehr als 30 Sprachen angezeigt werden und enthält Informationen und Tipps zu folgenden Themen:

  • Startseite
  • Geschichten
  • Trends-Daten
  • Trends erkunden
  • Trends bei Suchanfragen
  • Top-Charts

Regionale Analysen helfen beim Verkauf

Für Verkäufer, die ihre Waren oder Dienstleistungen nicht in ganz Europa oder deutschlandweit anbieten, ist die regionale Analyse von Google Trends sehr hilfreich. Auch Lokalpolitiker oder Mediziner, die Impfstoffe gegen Grippewellen oder andere ansteckende Krankheiten entwickeln, nutzen die regionale Anzeige der Suchergebisse. Nach Eingabe eines Wortes zeigt die Seite bei der Sucheinstellung weltweit die Anzahl der Treffer in aller Welt an. Wird jedoch die Einstellung auf Deutschland geändert, erhält der Nutzer die Ergebnisse der einzelnen deutschen Bundesländer angezeigt. Auch hier entspricht das Bundesland mit den meisten Anfragen dem Index 100 und die anderen Länder werden entsprechend zugeordnet. Bei einem Klick auf eines der Bundesländer verändert sich die Anzeige und gibt die Städte mit den meisten Treffern an. Dabei speichert die Seite die verschiedenen Suchbegriffe, sofern mehr als ein Wort eingegeben wurde. So kann der Anwender zwischen den einzelnen Begriffen wechseln und untersuchen, in welcher Region ein bestimmtes Wort am häufigsten nachgefragt wurde. Die im oberen Bereich angezeigte Grafik mit dem Liniendiagramm und dem Balkendiagramm ändert sich mit jeder neuen Anfrage entsprechend, sodass der Nutzer einen schnellen Überblick über die Entwicklungen erhält.

Durch verwandte Suchanfragen mehr Klicks generieren

Sogenanntes Keyword Spamming oder Keyword Stuffing, also die Überladung einer Website mit immer demselben Keyword, wird von Google mit einer Abstufung im Ranking der Suchergebnisse bestraft. Daher sollte jeder Betreiber darauf achten, verwandte Suchbegriffe zu verwenden, die die Klickzahlen erhöhen. Bei der Suche nach geeigneten Keywords und ähnlichen Themen, nach denen die Anfragenden suchen, ist Google Trends ebenfalls behilflich. Unten auf der Seite sieht der Nutzer sowohl ähnliche Themen als auch verwandte Suchanfragen. Neben den beliebtesten Themen und Ausdrücken zeigt die Statistik auch an, wie sich die Häufigkeit der Anfragen prozentual verändert. Die Webseitenbetreiber erhalten durch die Abfrage einen genauen Überblick, welche Themen und welche Suchbegriffe in dem ausgewählten Zeitraum häufig aufgerufen wurden und um wie viel Prozent die Anfragen gestiegen sind. Diese Auflistung gibt Auskunft darüber, nach welchen Keywords Verbraucher suchen. Durch den gezielten Einbau der Keywords auf der eigenen Internetseite kann ein Shop Inhaber seinen Umsatz steigern oder der Betreiber einer Informationsseite kann sich darüber informieren, welche Themen seine Leser interessieren.

Inhaber eines Google Kontos können sich auf der Seite von Google Trends anmelden, um noch weiterführende Informationen zu erhalten. Nach der Anmeldung können die User auch mehr als zehn Suchanfragen ansehen und sich die zunehmenden Suchanfragen anzeigen lassen. Über das auf der Seite enthaltene Menü erfolgt der Download einer CSV-Datei, die in einer Tabellenanwendung geöffnet wird. Hierüber erhält der Anwender eine erweiterte Liste, die Informationen zum zeitlichen Verlauf einer Suchanfrage enthält. Auch das regionale Interesse an mehr als zehn Top-Anfragen und verwandten Begriffen wird in den Listen aufgeführt. Diese Angaben kann der Anfragende zur Optimierung seiner Webseite oder zu Marketingzwecken nutzen.

Kritik & Nachteile & Risiken

Die Aussagekraft von Google Trends wird von einigen Kritikern bezweifelt oder zumindest eingeschränkt. Dies liegt hauptsächlich an der Art und Weise der Datenpräsentation.

Keine Primärdaten sondern auf 1 -100 normierte Werte

Google bietet mit diesem Analysetool keine Primärdaten an. Auf der y-Achse ist ein relatives Suchvolumen, oder die Eingabehäufigkeit, von 1 – 100 skaliert. Es stehen keine absoluten Zahlen zur Verfügung. Angaben zum Suchvolumen sind darüber hinaus normiert. Über die genaue mathematische Ableitung der Normierung gibt es keine Angaben, genauso wenig wie über die Grundgesamtheit des Datenpools.

„Die Zahlen geben das Suchvolumen im Verhältnis zum höchsten Punkt auf der Karte an, der immer 100 beträgt. Klicken Sie auf einen beliebigen Bereich/Punkt, um Details zum entsprechenden Suchvolumen einzublenden.“

CSV-Datei liefert keine Rohdaten

Google Trends liefert eine grafische Darstellung in Form von Liniendiagrammen und die Daten zum Download als CSV-Datei. Aber auch die CSV-Datei liefert wie aus dem Beispiel in Tabelle 1 zu sehen ist nur normierte Daten.

Tab. 1: Auszug aus einer CSV-Datei mit Daten zum Suchvolumen von „Mehrwertsteuer“ in 2004. Quelle: google.de/trends/

Interesse im Laufe der Zeit
Woche,mehrwertsteuer
2004-01-04 – 2004-01-10,24
2004-01-11 – 2004-01-17,22
2004-01-18 – 2004-01-24,22
2004-01-25 – 2004-01-31,21
2004-02-01 – 2004-02-07,24
2004-02-08 – 2004-02-14,24
2004-02-15 – 2004-02-21,19

Vorteile & Chancen

Google Trends ermöglicht die Analyse von Suchbegriffen in bisher unvorstellbarem Ausmaß. Der Datenursprung liegt in 2004. Die Daten können jahrweise unter dem Menüpunkt in der Navigation „Letze 30 Tage“ entweder getrennt nach Jahr, beginnend von 2004 – 2016, oder

  • letze 12 Monate
  • letzte 90 Tage
  • letzte 30 Tage
  • letzte 7 Tage
  • letzer Tag
  • letzte 4 Stunden
  • letzte Stunde
  • 2004 bis heute

analysieren.

Kostenlose Echtzeitanalyse eines thematisch unendlichen Begriffspools

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Echtzeitanalyse. Es gibt aktuell keine Möglichkeit einer anderen Prognosebefragung mit der in diesem Umfang Suchbegriffe in Echtzeit analysiert werden können. Dazu sind die Abfragen kostenlos. Umfragen durch Meinungsforschungsinstitute sind aufwendig und kostenintensiv.

Vergleich von Suchbegriffen, Standorten und Zeiträume

Das Tool ermöglicht den einmaligen Vergleich verschiedener Suchbegriffe. So kann beispielsweise die Eingabehäufigkeit aller im Bundestag vertretenen Parteien grafisch und anhand der normierten Suchvolumendaten ausgewertet werden. Hier bieten sich besondere Möglichkeiten, langfristige aber auch sehr kurzfristige Trends und Trendänderungen zu untersuchen.

 

Research & Forschung & Anwendungen

An dieser Stelle möchten wir Ergebnisse zu aktuellen Forschungsprojekten rund um Google Trends vorstellen.

Vorab: Google hat in 2015 in Deutschland einen Marktanteil bei den genutzten Suchmaschinen von 93,3%.

1 Studie  Google Indikator „Prognose Private Konsumausgaben“

Am Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. ist im Rahmen der Serie „Ruhr Economic Papers“ eine Analyse zum Thema „Prognose Private Konsumausgaben – Umfrage-basierte Indikatoren versus Google Trends“ publiziert.

Schmidt, T. und S. Vosen (2011), Forecasting Private Consumption: Survey-based Indicators vs. Google Trends. Journal of Forecasting 30 (6): 565-578.

In dieser Studie entwickeln die Autoren einen neuen Google Indikator für den privaten Konsumverbrauch basierend auf Suchanfragen im Zeitverlauf von Google Trends. Der Indikator basiert auf Faktoren, die von verbrauchsbezogenen Suchkategorien der Google Trends Anwendung Insights for Search extrahiert wurden. Die Prognoseleistung des neuen Indikators (Google Trends) wird verglichen mit den zwei häufigsten umfragebasierten Indikatoren – der University of Michigan Consumer Sentiment Index und der Conference Board Consumer Confidence Index. Die Ergebnisse zeigen, dass fast alle in-sample* und out-of-sample-Prognose durchgeführten Experimente der Google-Indikator die umfragebasierten Indikatoren übertrifft. Dies deutet darauf hin, dass die Einbeziehung von Informationen von Google Trends erhebliche Vorteile für die Prognose des privaten Konsums bieten kann.

Auszug aus dem Fazit der Studie: „This  study  shows  that  Google  Trends  is  a  very  promising  new  source  of  data  to  forecast   private   consumption.   In   almost   all   experiments   conducted   the   Google  indicators’  in-sample  and  out-of-sample  predictive  power  proved  to  be  better  than  that  of the conventional survey-based indicators.” Die Studie gibt es hier zum Download .zu in-sample / out-of-sample Prognose siehe R.M. Kunst: Ökonometrische Prognose

*zu in-sample / out-of-sample Prognose siehe R.M. Kunst: Ökonometrische Prognose

Fallbeispiele

Brexit: Das Referendum zum Austritt von Großbritannien aus der EU

Die Bundestagswahl – Wahlanalysen mit Google Trends

https://github.com/mehrwertsteuerrechner

Syntax & Suchbegriff Optionen

Die Angabe des Suchbegriffs ist bedeutend für das, wonach Goolge die Datenbanken durchforstet: Wie auch bei AdWords gibt es mehrere Suchbegriff Optionen. Je nach der Eingabe des Begriffs such Google nach „genau passend“ „passende Wortgruppe“ oder „weitgehend passend“.
Die Groß- oder Klein-Schreibweise hat keinen Einfluss auf das Suchergebnis.

Die Optionen bei den Suchbegriffen sollen hier hier an einem Beispiel erläutert werden.

Suchbegriff Das liefert Google Trends
gutes Wetter Die gelieferten Daten können die beiden Wörter in beliebiger Reihenfolge oder Wörterkombination enthalten, beispielsweise können sowohl „gutes Wetter Montag“ wie auch „gutes sonniges Wetter“ beinhalten
„gutes Wetter“ Die gelieferten Daten enthalten genau den in den Anführungszeichen gesetzten Suchbegriff. Die Ergebnisse können Wörter vor oder nach der Wortkombination beinhalten:  „gutes Wetter Montag“ kann enthalten sein, „gutes sonniges Wetter“  dagegen nicht
gutes + Wetter Bei dieser Wortkombination können die Ergebnisse sowohl „gutes“ als auch „Wetter“ enthalten
gutes -Wetter Bei dieser Wortkombination können die Ergebnisse nur Suchanfragen zu „gutes“ enthalten, durch das – wurde „Wetter“ ausgeschlossen

Berücksichtigt werden bei diesen Sucheingaben immer nur die exakten Wörter keine Rechtschreibfehler oder Schreibvarianten, Synonyme, Plural- oder Singularformen!

Literatur

Choi,  Hyunyoung; Hal Varian; 2011:  Predicting  the  Present  with  Google  Trends,
http://people.ischool.berkeley.edu/~hal/Papers/2011/ptp.pdf

Richterich, Annika;  2014 Google  Trends:  Using  and  Promoting  Search  Volume  Indicators for Research.
www.medialekontrolle.de (3.1/2014). http://www.medialekontrolle.de/wp-content/uploads/2014/09/Richterich-Annika-2014-03-01.pdf

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Unterschied zwischen https://www.google.de/trends/ und https://www.google.com/trends/

 

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