Online Mehrwertsteuerrechner                       Brutto Netto Rechner

Mehrwertsteuer ausrechnen

+=
NettoMwSt.Brutto
Mehrwertsteuersatz:
719

 

Deutschland – Österreich – Schweiz: Geben Sie einen der drei Werte ein, den Rest berechnet der Umsatzsteuerrechner!

banner-www.tagesgeldvergleich.com

 

Mit dem Mehrwertsteuer Rechner 2015/2016 bequem die Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer ausrechnen

Auch für Österreich und die Schweiz geeignet! Der UsT Rechner funktioniert denkbar einfach. In der ersten Eingabezeile kann entweder der Nettobetrag, der Betrag der Mehrwertsteuer oder der Bruttobetrag eingegeben werden. In der zweiten Zeile geht es um die Mehrwertsteuersätze. Hier sind 19% voreingestellt. Wenn die Rechnung mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7% gerechnet werden soll einfach nur diese Feld anklicken und die Rechnung damit startet. Soll der Umsatzsteuerrechner mit einem anderen Steuersatz die Mehrwertsteuer berechnen, einfach den gewünschten Steuersatz in das rechte untere freie Feld einsetzen.

Die Mehrwertsteuersätze 2016

Die Höhe der Umsatzsteuer beträgt gemäß § 12 UStG 19 % beziehungsweise 7 % für alle Gegenstände, die in der Liste des Bundesfinanzministeriums (BFM) vom 5. August 2004 aufgeführt sind. Die 140 Seiten der Liste enthalten vor allem Lebensmittel inklusive landwirtschaftliche Produkte, Bücher, Eintrittskarten für Theateraufführungen, Kinofilme oder Musikveranstaltungen sowie Kunstgegenstände. Für einige Umsätze muss keine USt gezahlt werden, wie zum Beispiel Kreditvermittlungen, privat gezahlte Arztleistungen oder Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen. Für die Berechnung der Steuer wird der Nettobetrag der Rechnung zugrunde gelegt. Wir halten Sie via Hashtag #mehrwertsteuer hier und auf Twitter auf dem Laufenden!

Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer (Abk. USt bzw. MwSt)

Umsatzsteuer für Unterbehmen oder Mehrwertsteuer für Verbraucher

Mehr als dreißig Prozent der deutschen Steuereinnahmen bestehen aus der Umsatzsteuer (USt). Damit handelt es sich um die höchste Steuereinnahme des deutschen Staates. Rechtlich ist die Steuer im Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt. Es handelt sich um eine Abgabe, die auf alle steuerbaren Umsätze gemäß § 1 des Umsatzsteuergesetzes erhoben wird. Die Steuer betrifft die Ausgaben deutscher Konsumenten für Waren und Dienstleistungen, die im Inland geliefert oder eingeführt oder die innergemeinschaftlich gekauft werden. Die Verbraucher zahlen die Steuer jedoch nicht selbst, sondern der Fiskus fordert die Abgabe von den Unternehmern ein, die mit den Gütern handeln oder die Dienstleistungen erbringen. Durch entsprechende Erhöhung der Preise werden aber doch die Endverbraucher belastet, weshalb es sich bei der Umsatzsteuer um eine indirekte Steuer handelt. Finanzwirtschaftlich lässt sich die USt folgenden Steuerarten zuordnen:

  • Verkehrssteuer
  • Gemeinschaftssteuer
  • Mehrwertsteuer
  • Indirekte Steuer

Die Höhe der Mehrwertsteuer entspricht der Umsatzsteuer. Im Sprachgebrauch werden die beiden Steuerarten häufig gleichgestellt. Mit der Umsatzsteuer soll der Konsum der Verbraucher besteuert werden. Schon seit dem Jahr 1918 wurde in Deutschland eine sogenannte Allphasen-Bruttoumsatzsteuer von den Unternehmern verlangt. Bei dieser Steuer wurde jede Firma, in deren Betrieb eine Phase des Fertigungsprozesses für eine Ware durchgeführt wurde, mit Umsatzsteuer belastet. Diese Praxis bevorzugte jedoch große Unternehmen, die mehrere Herstellungsschritte selbst ausführen konnten, da innerbetriebliche Vorgänge nicht separat besteuert wurden. Das führte zu Wettbewerbsvorteilen für Großunternehmen, weshalb ab den 1950er Jahren immer mehr Länder dazu übergingen, die Mehrwertsteuer einzuführen.

Bei der Mehrwertsteuer handelt es sich ebenfalls um eine Allphasensteuer, die jedoch nicht kumulativ ist und zum Vorsteuerabzug berechtigt. Die Mehrwertsteuer wird weltweit berechnet, unser Mehrwertsteuer Rechner kann die Beträge für alle Prozentsätze berechnen. Auf den Rechnungen deutscher und ausländischer Hersteller findet sich daher eine der folgenden Abkürzungen:

  • MwSt. für Mehrwertsteuer im deutschsprachigen Raum
  • VAT für Value Added Tax auf Englisch
  • TVA für Tax sur la Valeur Ajoutée auf Französisch

Als Allphasensteuer wird auch die Mehrwertsteuer 2016 bei jedem Verarbeitungsgang in Rechnung gestellt. Im Gegensatz zur Umsatzsteuer wird die Mehrwertsteuer jedoch nicht kumuliert. Das bedeutet für die beteiligten Unternehmen, dass sie die an eine andere Firma gezahlte Steuer entweder vom Finanzamt zurückerhalten oder sie mit der eigenen Steuerschuld verrechnen können. Hier finden Sie eine Übersicht der deutschen Finanzämter.

Keine doppelte Steuerzahlung

Für viele Produkte müssen die Produzenten Rohstoffe oder einzelne Bestandteile bei einem anderen Unternehmen kaufen und dafür Umsatzsteuer an den Verkäufer zahlen. Nach Fertigstellung der Verkaufsgüter ist der Produzent seinerseits verpflichtet, die Umsatzsteuer aus dem Verkauf an das Finanzamt abzuführen. Dadurch kommt es rechnerisch zu einer doppelten Steuerzahlung, die jedoch durch den Vorsteuerabzug vermieden wird, der in § 15 UStG geregelt ist. Nur Firmen, Selbstständige und Freiberufler, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, sind zum Vorsteuerabzug berechtigt, keine Privatpersonen. Zu den Voraussetzungen, die das Finanzamt zum Abzug der Vorsteuer verlangt, gehören:

  • Das Unternehmen ist selbst berechtigt, Umsatzsteuer von seinen Käufern zu verlangen. Dazu müssen der Netto-Jahresumsatz des vergangenen Jahres mindestens 14.705,88 Euro zuzüglich 19 % Umsatzsteuer (17.500 Euro brutto) und der Netto-Jahresumsatz des laufenden Jahres mindestens 42.016,80 Euro zuzüglich 19 % Umsatzsteuer (50.000 Euro brutto) betragen. Ansonsten gilt die Firma als Kleinunternehmen, für das das Finanzamt die Umsatzsteuer nicht erhebt. Trotzdem ist der Unternehmer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet und er unterliegt weiterhin dem Umsatzsteuergesetz.
  • Für das gekaufte Produkt muss der Verkäufer Umsatzsteuer in Rechnung gestellt haben.
  • Der Nachweis der gezahlten Umsatzsteuer erfolgt durch eine korrekte Wareneingangsrechnung.

Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen an andere Firmen gezahlt hat, kann als Vorsteuer mit der eigenen Steuerlast verrechnet werden. Allerdings erfolgt die Verrechnung nur mit der Umsatzsteuer, die das Unternehmen selbst dem Finanzamt schuldet. Eine Verrechnung mit anderen Steuerarten, wie der Gewerbesteuer oder der Lohnsteuer, ist nicht möglich.

Top Umsatzsteuerrechner

Umsatzsteuer bei Kleinunternehmen

Als Kleinunternehmer nach §19 des Umsatzsteuergesetzes gelten Firmen mit einem Jahresumsatz im ersten Jahr von unter 17.500 Euro inklusive Umsatzsteuer und einem Umsatz von weniger als 50.000 Euro brutto im Folgejahr. Wenn das Unternehmen die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, spart es viel bürokratischen Aufwand bei der Erstellung der Steuererklärung. Außerdem fallen die Rechnungsbeträge um 19 % beziehungsweise um 7 % niedriger aus, weil keine Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt wird. Obwohl es sich bei der Steuer für den Käufer um einen durchlaufenden Posten handelt (sofern der Käufer nicht ebenfalls ein Kleinunternehmer und damit nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist), erzielt der Kleinunternehmer mit dem niedrigen Rechnungsbetrag einen psychologischen Effekt und damit einen Wettbewerbsvorteil. Für Kleinunternehmer ist unser Umsatzsteuer Rechner (vulgo Ustrechner) der ideale Online Rechner für die Steuerbeträge.
Verzichtet eine Firma trotz geringer Umsätze auf die Kleinunternehmerregelung, gilt der Verzicht für fünf Jahre. In dieser Zeit kann der Unternehmer zum Beispiel Vorsteuer für hohe Investitionen geltend machen.

Rechtzeitige Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muß online abgegeben werden, bevorzugt über ELSTERGemäß § 18 UStG muss jedes Unternehmen selbst dafür sorgen, dass es den fälligen Umsatzsteuerbetrag berechnet und an das zuständige Finanzamt abführt.
Das zuständige Finanzamt ergibt sich aus dem Ort in Deutschland, in dem ein Unternehmen seine Geschäfte komplett oder zum größten Teil betreibt.
Auch im Ausland ansässige Firmen, die in Deutschland tätig sind, unterliegen der deutschen Umsatzsteuer. Hier ergibt sich das zuständige Finanzamt aus dem Ursprungsland. In § 1 der Umsatzsteuerzuständigkeitsverordnung (UStZustV) ist eine Liste der Zuständigkeiten zu finden.

 

Umsatzsteuer-Voranmeldung Ausnahme

Eine Ausnahme besteht nur für Betriebe mit Geschäftssitz außerhalb der Europäischen Union (EU), die in ganz Europa elektronische Dienste, wie Musik-Downloads, anbieten. Um die Steuerzahlung zu erleichtern, können sich diese Unternehmen für ein Mitgliedslands der EU entscheiden, an das sie die gesamte geschuldete Umsatzsteuer zahlen.
Die USt ist eine jährlich zu zahlende Steuer. Trotzdem bestehen während des Jahres feste Fristen, zu denen die Umsatzsteuer-Voranmeldung und eine Vorauszahlung der Umsatzsteuer zu erfolgen haben. Nur wenn ein Betrieb im Vorjahr weniger als 1.000 Euro Umsatzsteuer für das gesamte Jahr gezahlt hat, kann das Finanzamt eine Befreiung von der Umsatzsteuer-Vorauszahlung aussprechen. Durch die unterjährigen Zahlungen sollen die Unternehmen ihre Steuerlast besser verteilen können. Außerdem möchte der Gesetzgeber Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle verhindern, indem die Betriebe sich an feste Fristen zu halten haben. Maßgebend ist jeweils die Umsatzsteuerzahlung des Vorjahres:

  • Bei einer Steuerlast von mehr als 7.500 Euro im Vorjahr müssen die Steuerpflichtigen eine monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben. Die Erklärung muss bis zum 10. des folgenden Monats beim Finanzamt eingehen, der Mehrwertsteuerrechner ist der kostenlose Tool um alle Beträge für die Voranmeldung zu ermitteln. Ist der 10. des Folgemonats am Wochenende oder fällt er auf einen Feiertag, verlagert sich die Frist auf den nächsten Werktag. Da die Frist sehr eng gesteckt ist, können Firmen eine Dauerfristverlängerung von einem Monat, also bis zum 10. des übernächsten Monats, beantragen. In diesem Fall muss eine Sondervorauszahlung in Höhe von einem Elftel der Umsatzsteuervorauszahlungen des Vorjahres geleistet werden, die mit der aktuellen Steuerzahlung verrechnet wird. Hat eine Firma im Vorjahr eine Umsatzsteuer-Rückerstattung von mehr als 7.500 Euro erhalten, kann sie freiwillig eine monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung beantragen oder sich im Rahmen ihres Wahlrechts für die vierteljährliche Anmeldefrist und Zahlungsfrist für die Umsatzsteuer entscheiden.
  • Bei einer Steuerschuld zwischen 1.000 Euro und 7.500 Euro reicht eine vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung aus. Hier muss die Meldung bis zum 10. April, 10. Juli, 10. Oktober und 10. Januar des nächsten Jahres erfolgen. Auch bei der vierteljährlichen Steuerzahlung und Abgabefrist können die Steuerpflichtigen eine Dauerfristverlängerung um einen Monat beantragen. Im Gegensatz zur monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung muss bei der vierteljährlichen Frist keine Sondervorauszahlung gezahlt werden.
    Steuerpflichtige Unternehmen sollten die Zahlungsfristen genau einhalten, da das Finanzamt sonst einen Säumniszuschlag berechnet. Es besteht für Zahlungen per Überweisung oder per Einzugsermächtigung vom Geschäftskonto lediglich eine Schonfrist von drei Tagen, um die sich die Zahlung verzögern darf. Bei Barzahlung gewährt der Fiskus keine Schonfrist, ebenso wenig wie bei Zahlung per Scheck. Scheckzahlungen werden erst drei Tage nach Erhalt des Schecks durch das zuständige Finanzamt als bezahlt anerkannt.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung hat elektronisch zu erfolgen. Das gilt auch für den Antrag auf Dauerfristverlängerung, die Anmeldung zu Sondervorauszahlungen sowie die Umsatzsteuererklärung am Ende des Jahres. Dazu stellt das Bayerische Landesamt für Steuern unter https://www.elster.de/untern_home.php die entsprechenden Formulare online zur Verfügung. Es befinden sich auch zahlreiche Angebote für Finanzsoftware am Markt, die über eine Elster-Schnittstelle verfügen. Dabei müssen die Steuerpflichtigen jedoch beachten, dass die Anmeldungen seit dem 1. Januar 2013 ausschließlich mit einem elektronischen Zertifikat erfolgen können, das die Meldung authentifiziert.

Sonderregelungen für Existenzgründer

Die Berechnung der Umsatzsteuer und die Fristen für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die entsprechenden Zahlungen richten sich bei eingesessenen Unternehmen nach der Steuerlast des Vorjahres. Für Existenzgründer, die keine Kleinunternehmer sind, gelten folgende Sonderregelungen:
– Die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Zahlung der Steuer müssen in den ersten zwei Jahren monatlich erfolgen.
– Falls der Jungunternehmer eine Rückerstattung erhält, kann das Finanzamt die Rückzahlung von einer Sicherheitsleistung in Form einer Bankbürgschaft abhängig machen.
– Die Höhe der Umsatzsteuer richtet sich nach dem voraussichtlichen Umsatz im Gründungsjahr, den der Unternehmer selbst schätzt. Um hohe Steuerzahlungen zu vermeiden, sollte die Schätzung vorsichtig und realistisch erfolgen oder gegebenenfalls die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden.
Nutzen Sie als Existenzgründer unseren kostenlosen Umsatzsteuerrechner, online haben Sie jederzeit Zugriff darauf!

Korrekte Rechnungserstellung

Um Vorsteuer in Abzug bringen zu können, müssen Unternehmen darauf achten, dass sie von dem Verkäufer eine korrekte Rechnung erhalten, die alle gesetzlich geforderten Angaben enthält. Die Unternehmen selbst müssen ebenfalls alle geforderten Bestandteile in ihren Rechnungen ausweisen, damit ihre Abnehmer ebenfalls eine Steuererstattung erhalten. Der Gesetzgeber fordert folgende Pflichtangaben in einer Rechnung für Waren oder Dienstleistungen:
1. Vollständige Angaben von Namen und Adresse des Rechnungsempfängers
2. Vollständige Angaben von Namen und Adresse des Verkäufers
3. Die Steuernummer des Verkäufers beziehungsweise die Umsatzsteueridentifikationsnummer, falls es sich um einen Verkauf an einen ausländischen Abnehmer und um einen Kauf von einem ausländischen Anbieter mit Sitz innerhalb der EU handelt.
4. Rechnungsdatum, das mit dem Tag der Ausstellung der Rechnung übereinstimmen muss.
5. Eine Rechnungsnummer, die der Verkäufer fortlaufend vergeben muss.
6. Die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Ware oder der erbrachten Dienstleistung. Darüber hinausgehende Informationen sind erlaubt (zum Beispiel bei einer Brillenrechnung die Angabe der Glasstärken).
7. Menge der gelieferten Waren oder Umfang der erbrachten Dienstleistung
8. Zeitpunkt der Leistungserbringung oder der Warenlieferung
9. Vereinbarte Rabatte oder Skonti
10. Beträge, die nach Steuersätzen beziehungsweise Steuerbefreiungen aufgeschlüsselt sind.
11. Nettobetrag, Steuerbetrag, Bruttobetrag inklusive Währungsbezeichnung

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Deutsche Unternehmen benötigen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, wenn sie Handel mit einem Unternehmen treiben, das seinen Geschäftssitz in einem Mitgliedsland der Europäischen Union (EU) hat. Sobald ein deutscher Unternehmer Waren ins europäische Ausland liefert oder dort eine Dienstleistung erbringt, sind die Lieferung oder Leistung von der deutschen Umsatzsteuer befreit. Der Käufer muss jedoch in seinem Heimatland Steuern als Erwerbssteurer zahlen.
Um keine Umsatzsteuer in der Rechnung auszuweisen, muss der deutsche Verkäufer sowohl seine eigene als auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des ausländischen Abnehmers angeben. Deutsche Firmen erhalten die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kostenlos beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Die Beantragung erfolgt entweder schriftlich oder auf der Homepage unter https://www.bzst.de/. Bei der Neugründung einer Firma kann die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer auch direkt bei dem zuständigen Finanzamt beantragt werden, gemeinsam mit der Steuernummer für die neue Firma. Auch Kleinunternehmer können eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erhalten, sofern das Finanzamt der Vergabe zustimmt.

Differenzbesteuerung

Falls ein Händler mit gebrauchter Ware, mit Antiquitäten oder mit Kunstgegenständen handelt, kann es zu Doppelbesteuerungen kommen, wenn jeder Weiterverkauf erneut mit Umsatzsteuer belegt wird. Daher sieht § 25a UStG in diesen Fällen eine Sonderregelung vor. Wenn der Verkäufer nicht zum Abzug von Vorsteuer berechtigt ist, weil es sich um eine Privatperson handelt, muss der Ankäufer nur die Differenz zwischen dem Ankaufspreis und dem späteren Verkaufspreis besteuern. Dabei darf der Wiederverkäufer in der Rechnung für den Käufer jedoch keine Umsatzsteuer aufführen. Ein Vorsteuerabzug ist ebenfalls nicht erlaubt. Allerdings muss für die Preisdifferenz immer der Regelsteuersatz von 19 % gezahlt werden, auch wenn es sich bei der Ware um einen Gegenstand handelt, der ursprünglich mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % belegt war. Das gilt insbesondere für gebrauchte Bücher oder antiquarische Kunstgegenstände. Um im Rahmen der Differenzbesteuerung den Nachweis für die Berechnung der Umsatzsteuer lückenlos führen zu können, muss der Händler in seiner Buchführung für jeden Gegenstand Einkaufspreis und Verkaufspreis separat aufführen. Die Aufzeichnungen müssen zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Diese Frist gilt auch für sämtliche Rechnungen, die Umsatzsteuer ausweisen.

Mehrwertsteuer in Europa Tabelle – MwSt Europa Tabelle

Hier finden Sie eine Tabelle der Mehrwertsteuersätze in Ländern der Europäischen Union. Quelle: https://ec.europa.eu/taxation_customs/
Im Durchschnitt beträgt die Mehrwertsteuer (normaler Steuersatz) in der EU 21,6%, die geringste Steuer wird mit 17,0% in Luxemburg und die höchste mit 27,0% in Ungarn erhoben. Die Standardabweichung des Kollektivs beträgt +-2,3%

Mitgliedstaat Steuersatz normal Steuersatz ermäßigt
Belgien 21 12/6
Bulgarien 20 9
Dänemark 25
Deutschland 19 7
Estland 20 9
Finnland 24 14/10
Frankreich 20 10/5/2,1
Griechenland
(Festland)
23 13/6
Griechenland
(Inseln der Ostägäis und Dodekanes)
16 9/5
Großbritannien 20 5/0
Irland 23 13,5/9/4,8
Italien 22 10/4
Kroatien 25 13/5
Lettland 21 12
Litauen 21 9/5
Luxemburg 17 14/8/3
Malta 18 7/5/0
Niederlande 21 6
Österreich 20 12/10
Polen 23 8/5
Portugal – Festland 23 13/6
Portugal – Madeira, Azoren 16 Azoren
22 Madeira
9/4 Azoren
12/5 Madeira
Rumänien 24 9/5
Schweden 25 12/6
Slowakei 20 10
Slowenien 22 9,5
Spanien 21 10/4
Tschechien 21 15/10
Ungarn 27 18/5
Zypern 19 9/5

Top Umsatzsteuerrechner

Die Märchensteuer

Die Mehrwertsteuer wir spaßhaft auch als Märchensteuer benannt. Dafür gibt es mehrere Bezüge: Es wird ein Mehrwert bei der bei der Herstellung von Gütern oder Dienstleistungen unterstellt der angeblich besteuert werden muß (ein Märchen?) und die Gründe für kontinuierlichen Erhöhung der Steuer sehen viele als Märchen an. Realpraktische Bedeutung hat der Begriff Märchensteuer aber nicht, denn das Erzählen von Märchen ist steuerfrei – solange es nicht gewerbsmäßig betreiben wird.

Zeitliche Dynamik in der Google Suche nach „Mehrwertsteuer Rechner“

Bei Google wird nicht gleichmäßig nach MWSt Rechner oder ähnlichen Keywords gesucht, wie aus der Abbildung 1 hervorgeht
Abb. 1: Zeitverlauf im relative Suchvolumen für „mehrwertsteuer rechner“ bei der Google Suche, von 2004 bis 2016

Seit 2012 kann das Suchvolumen als eine oszillierende Funktion beschrieben werden. Wie kann das zusammenhängen? Der Bundesfinanzminister wüßte bestimmt sofort eine Erklärung dafür: Die Umsatzssteuervoranmeldung. GHenau dann nutzt nämlich auch unser Buchhaltung den Online Rechner. Und offenbar tun das viele andere umsatzsteuerpflichtige ebenso. Besonders hohe Anfragen erfolgen offenbar immer zum Quartalsende, wenn zu den monatlichen Abgaben der Umsatzsteuervoranmeldung noch die vierteljährlichen Abgaben dazukommen.

Und warum ist dieser Trend erst seit 2012 zu bemerken? Die Redaktion vermutet, Google hat Anfragen zu diesem Keyword vorher keine große Priorität bei der Erfassung eingeräumt, schließlich gibt es die USt-Voranmeldung schon viel länger und das Suchvolumen kann, wie in der Grafik angegeben, auch 2004 nicht Null gewesen sein.

VAT rates in Germany

There are two VAT rates in Germany: 19% normal rate und 7% reduced rate. The VAT rate is called by law “Umsatzsteuer” which is by value the same as “Mehrwertsteuer”, responsible is the German Ministry of Finance. The VAT relevant regulation is published at http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/Umsatzsteuer-Anwendungserlass-aktuell-Stand-2016-03-02.html (March 2016)

The amount of the sales tax rate is in accordance with § 12 UStG 19% and 7% for all items that are included in the list of the Federal Ministry of Finance (FOM) of 5 August of 2004. The 140 pages of the list included mainly food, like agricultural products, books, tickets for theater performances, films or music events and works of art. For some transactions VAT has not be paid, such as credit agencies, medical services privately paid or income from selling insurance and savings contracts. To calculate the tax, the net amount of the invoice is used. Source: www.mehrwertsteuerrechner.de/ the VAT Calculator for Austria, Germany and Swiss

Neue Artikel:

Steuerfreibetrag

Steuerberater in Hanau

Steuerberater in Flensburg

Finanzamt Ostholstein

Finanzamt Plön

Finanzamt Ratzeburg
Schenkungssteuer

 Google Trends

Formel zur Mehrwertsteuer

Erbschaftssteuer

Einfuhrumsatzsteuer

Partnerseite mit Tagesgeldrechner: Tagesgeldkonto.com


News

07.04.2016 Die Europäische Kommission will den Mehrwertsteuerbetrug eindämmen und dazu die Steuer reformieren. Der EU entgehen jährlich ca. 50 Milliarden Euro durch Betrügereien. Darüber hinaus ist das bestehende System insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sehr unübersichtlich und aufwendig.  Deshalb plant die Europäische Kommission eine Reorganisation der Mehrwertsteuer.

Diese Punkte sollen in einem Aktionsplan möglichst kurzufristig geändert werden Quelle: EU Aktionsplan Mehrwertsteuer:

  • zentrale Grundsätze für ein künftiges einheitliches europäisches Mehrwertsteuersystem;
  • kurzfristige Maßnahmen zur Bekämpfung von Mehrwertsteuerbetrug;
  • Optionen zur Modernisierung der EU-Regelung für die Festsetzung der Mehrwertsteuersätze durch die Mitgliedstaaten;
  • Vorschläge zur Vereinfachung der Mehrwertsteuervorschriften für den elektronischen Geschäftsverkehr im Rahmen der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt sowie für ein umfassendes Mehrwertsteuerpaket zur Erleichterung der Verfahren für KMU.

 

17.11.2015 Bundesrechnungshof rügt Durchschnittssatz-Regelung im Agrarbereich
Bundesrechnungshof kritisiert Bundesfinanzministerium wegen Umsatzsteuer Vorteil für Landwirte. Dabei geht es um Umsatzsteuer Ausfälle durch einen zu hoch angesetzten Durchschnittssatz, der bei Pauschallandwirten aus Gründen der Steuervereinfachung angesetzt wird und von diesen auf ihre Leistungen bei Rechnung aufgeschlagen wird. Der erlöste Betrag aus dem Durchschnittssatz muss nicht als Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Im Gegensatz dazu können die Rechnungsempfänger, so sie vorsteuerberechtigt sind, den Betrag geltend machen.

Der Bundesrechnungshof argumentiert wie folgt: „Nach Berechnung des Bundesrechnungshofes liegt die gegenwärtige Vorsteuerbelastung bei 9,3 % und damit um 1,4 Prozentpunkte unter dem derzeitigen Durchschnittssatz von 10,7 %. Diese 1,4 Prozentpunkte entsprechen einem Umsatzsteuerbetrag von über 200 Mio. Euro jährlich, den die Pauschallandwirte ihren Abnehmern zu viel berechnen und einnehmen. Durch den zu hohen Durchschnittssatz fallen zudem jedes Jahr erhebliche Steuern aus. Das liegt daran, dass viele Abnehmer, z. B. Schlachthöfe, Molkereien und Mühlen, die an die Pauschallandwirte gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer steuermindernd geltend machen können.“

Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wenden 50 bis 60 Prozent der Landwirte das Durchschnittssatz-Verfahren an.

17.11.2015 Stundenhotel gegen Bordell im Steuervorteil – Glück für Stundenhotels und die Erotikbranche: Die kurzfristige Vermietung von Zimmern mit Dienstleistung Sex im Stundenhotel ist umsatzsteuerfrei stellte der Bundesfinanzhof in München mit Urteil (Az.: V R 30/14) vom 29.09.2015 klar. Da weder eine Beherbergung stattfindet, noch für ein Bordell typische Sonderleistungen angeboten wurden ist die kurzfristige Vermietung umsatzsteuerfrei.
Da es sich bei einer 30-minütigen oder 60-minütigen Überlassung der Räume zum Zwecke sexueller Dienstleistungen um „Vermietung und Verpachtung von Grundstücken“ handelt, wird keine Umsatzsteuer fällig.
Für den Kunden, sprich Freier, könnte Sex damit billiger werden – ob die wegfallende Mehrwertsteuer tatsächlich an den „Endkunden“ weitergegeben wird bleibt offen.

Weitere Angebote im Online Verbund

Dollarkonto

dollarkonto.com