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NettoMwSt.Brutto
Mehrwertsteuersatz:
719

Deutschland – Österreich – Schweiz 2022:
Geben Sie einen der drei Werte, Brutto, Netto oder Mehrwertsteuer ein, den Rest berechnet der Umsatzsteuerrechner!
Löschen der Eingaben: auf rot unterlegtes X-Feld klicken.
Seit dem 1.1.2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze von 19% und 7%!

zum Prozentrechner

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mit dem Mehrwertsteuer Rechner 2022 und 2021 die jeweiligen Beträge ausrechnen

Auch für Österreich und die Schweiz geeignet! Der USt-Rechner funktioniert denkbar einfach. In der ersten Eingabezeile kann entweder der Nettobetrag, der Betrag der Mehrwertsteuer oder der Bruttobetrag eingegeben werden. In der zweiten Zeile geht es um die Mehrwertsteuersätze. Hier sind 19% voreingestellt. Wenn die Rechnung mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7% gerechnet werden soll, einfach nur diese Feld anklicken und die Rechnung damit starten. Soll der Umsatzsteuerrechner die Mehrwertsteuer mit einem anderen Steuersatz berechnen, einfach den gewünschten Steuersatz in das rechte untere freie Feld einsetzen. In 2021 erfolgten keine Änderungen.

Aktuelle Änderungen bei der Mehrwertsteuer Deutschland

zum 01.01.2023 – Neuregelung des §2b Umsatzsteuergesetz. Leistungen von juristischen Personen des öffentlichen Rechts (JPöR) werden, nach einer Übergangsregelung seit 2015, ab dem 1. Januar 2022 voll umsatzsteuerpflichtig. Damit wird nach dem EU-Recht die Wettbewerbsgleichheit in der EU realisiert. Danach müssen JPöR, wie zum Beispiel Kommunen oder Universitäten für erbrachte Leistungen in privatrechtlicher Handlungsform (sofern sie nicht steuerbefreit sind) Umsatzsteuer berechnen. BMF Formular

zum 01.10.2022Mit dem 3. Entlastungspakt der Bundesregierung wird die Absenkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie auf 7% verlängert. Ursprünglich sollte die Maßnahme zum Jahresende auslaufen.

Zum 1. Oktober 2022 wird der reguläre Steuersatz von 19% für den gesamten Gasverbrauch auf 7% reduziert. Die Änderung gilt bis 31. März 2024 (Quelle: BMF).

Mehrwertsteuersenkung vom 1.7 – 31.12. 2020 mit 16% bzw. 5% aufgehoben

Konjunkturpaket wegen der Coronakrise: Die Bundesregierung hat den regulären MwSt.-Satz vom 01. 07. – 31.12.2020 von 19% auf 16% und den reduzierten Satz von 7% auf 5% gesenkt.  Quelle: Bundesregierung. Das Bundesfinanz- ministerium hat mit Schreiben vom 04.11.2020 die Beendigung der befristeten Umsatzsteuersenkung zum 31.12.2020 klargestellt.

Hier können Sie noch mit den alten Steuersätzen rechnen:

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NettoMwSt.Brutto
Mehrwertsteuersatz:
516

 

Wann galten die gesenkten Steuersätze? Grundsätzlich laut dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur befristeten Umsatzsteuer Absenkung vom 01.07. – 31.12.2020. Betroffen waren Lieferungen, sonstige Leistungen und innergemeinschaftliche Erwerbe, die ab dem 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ausgeführt wurden.
Dabei kam es auf den Zeitpunkt der vertraglichen Vereinbarung ebenso wenig an wie auf den Zeitpunkt der Entgeltsvereinnahmung oder der Rechnungserteilung (vgl. Abschnitt 12.1 Abs. 3 UStAE).
Bei Teilleistungen (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a Satz 2 und 3 UStG) war nicht der Zeitpunkt der Gesamtleistung, sondern der Zeitpunkt der Ausführung der Teilleistungen maßgeblich.
Der Steuersatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG galt die Mehrwertsteuersenkung ebenfalls: Für den Zeitraum von 6 Monaten wurde der Satz von 19 Prozent auf 16 Prozent reduziert.
Die Mehrwertsteuersenkung ist zum Jahresende 2020 ausgelaufen.

Die Sätze 2022 & 2021

Die Höhe der #Umsatzsteuer beträgt gemäß § 12 UStG 19 % beziehungsweise 7 % für alle Gegenstände, die in der Liste des Bundesfinanzministeriums (BFM) vom 5. August 2004 aufgeführt sind. Die 140 Seiten der Liste enthalten vor allem Lebensmittel inklusive landwirtschaftliche Produkte, Bücher, Eintrittskarten für Theateraufführungen, Kinofilme oder Musikveranstaltungen sowie Kunstgegenstände. Für einige Umsätze muss keine USt gezahlt werden, wie zum Beispiel Kreditvermittlungen, privat gezahlte Arztleistungen oder Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen. Für die Berechnung der Steuer wird der Nettobetrag der Rechnung zugrunde gelegt. Die Steuersätze haben sich 2020 und 2021 nicht geändert und dies gilt auch für 2022. Wir halten Sie via Hashtag #mehrwertsteuer hier und auf Twitter auf dem Laufenden!


Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer (Abk. USt bzw. MwSt)

Umsatzsteuer für Unterbehmen oder Mehrwertsteuer für Verbraucher

Mehr als dreißig Prozent der deutschen Steuereinnahmen bestehen aus der Umsatzsteuer. Damit handelt es sich um die höchste Steuereinnahme des deutschen Staates. Rechtlich ist die Steuer im Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt. Es handelt sich um eine Abgabe, die auf alle steuerbaren Umsätze gemäß § 1 erhoben wird. Die Steuer betrifft die Ausgaben deutscher Konsumenten für Waren und Dienstleistungen, die im Inland geliefert oder eingeführt oder die innergemeinschaftlich gekauft werden. Die Verbraucher zahlen die Steuer jedoch nicht selbst, sondern der Fiskus fordert die Abgabe von den Unternehmern ein, die mit den Gütern handeln oder die Dienstleistungen erbringen. Durch entsprechende Erhöhung der Preise werden aber doch die Endverbraucher belastet, weshalb es sich bei dieser Steuer um eine indirekte Steuer handelt. Finanzwirtschaftlich lässt sich die USt folgenden Steuerarten zuordnen:

  • Verkehrssteuer
  • Gemeinschaftssteuer
  • Mehrwertsteuer
  • Indirekte Steuer

Die Höhe der Mehrwertsteuer entspricht der Umsatzsteuer. Im Sprachgebrauch werden die beiden Steuerarten häufig gleichgestellt. Mit der Steuer auf den Umsatz soll der Konsum der Verbraucher besteuert werden. Schon seit dem Jahr 1918 wurde in Deutschland eine sogenannte Allphasen-Bruttoumsatzsteuer von den Unternehmern verlangt. Bei dieser Steuer wurde jede Firma, in deren Betrieb eine Phase des Fertigungsprozesses für eine Ware durchgeführt wurde, mit Umsatzsteuer belastet. Diese Praxis bevorzugte jedoch große Unternehmen, die mehrere Herstellungsschritte selbst ausführen konnten, da innerbetriebliche Vorgänge nicht separat besteuert wurden. Das führte zu Wettbewerbsvorteilen für Großunternehmen, weshalb ab den 1950er Jahren immer mehr Länder dazu übergingen, die Mehrwertsteuer einzuführen.

Die Steuer auf die Wertschöpfung wird weltweit berechnet, unser Mehrwertsteuer Rechner kann die Beträge für alle Prozentsätze berechnen. Die Berechnung basiert auf einer einfachen MwSt Formel. Auf den Rechnungen deutscher und ausländischer Hersteller findet sich daher eine der folgenden Abkürzungen:

  • MwSt. für Mehrwertsteuer im deutschsprachigen Raum
  • VAT für Value Added Tax auf Englisch
  • TVA für Tax sur la Valeur Ajoutée auf Französisch

Die lange angekündigte Mehrwertsteuerreform wird in 2022 wohl nicht mehr, frühestens dann in 2023 oder später, stattfinden.

Umsatzsteuer Anwendungserlass – konsolidierte Fassung (Stand 27. Mai 2019)

Steueraufkommen – Steuereinnahmen des Bundesministeriums

Wie haben sich bei der Umsatzsteuer die Steuereinnahmen in den letzten Jahren entwickelt? Die Abbildung 2 zeigt die Entwicklung von 1998 bis 2021.

Umsatzsteuer in Deutschland: Entwicklung des Steuereinnahmen

Abb. 2: Entwicklung der Steuereinnahmen durch Umsatzsteuer in Deutschland von 1998 – 2021. Quelle: bundesfinanzministerium.de

Der Bund kann sich seit 1998 über steigende Einnahmen bei der USt freuen. Auch wenn es beispielsweise 2010 und 2011 einen kleinen Rücksetzer durch die Auswirkungen der Finanzkrise gab: Die Einnahmen sprudeln und sprudeln. In 2021 wurde der Rekordwert von 187.631.073 Euro von den Unternehmen an die Finanzämter überwiesen. Die Zahlen im Detail (Tabelle 1):

Tab. 1: Umsatzsteuer Einnahmen 1998 – 2021. Quelle: bundesfinanzministerium.de

Jahr Umsatzsteuer Einnahmen [Mio. €] Jahr Umsatzsteuer Einnahmen [Mio. €]
1998 104.142 2011 138.957
1999 111.600 2012 142.439
2000 107.140 2013 148.315
2001 104.463 2014 154.228
2002 105.463 2015 159.015
2003 103.162 2016 165.932
2004 104.715 2017 170.499
2005 108.440 2018 175.437
2006 111.318 2019 183.113
2007 127.522 2020 168.700
2008 130.789 2021 187.631
2009 141.907 2022 ?
2010 136.459 2023 ?

Die Werte aus der Zeit der DM wurden mit unserem DM in Euro Rechner umgerechnet.

Prognose: Der Arbeitskreis Steuerschätzungen

Aktuelle Schätzung vom 12.05.2022.
Beim Bundesfinanzministerium besteht seit 1955 ein besonderer Arbeitskreis, der zweimal jährlich eine Steuerschätzung abgibt. In der Tabelle 2 ist die Steuerprognose vom 12.05.2022 angegeben.

Tab. 1: Schätzung der Umsatzsteuer Einnahmen 2022 – 2026. Quelle: bundesfinanzministerium.de

Jahr Schätzung Umsatzsteuer Einnahmen [Mio. €]
2022 205.650
2023 216.350
2024 222.500
2025 228.050
2026 233.850

Der Arbeitskreis prognostiziert steigende Einnahmen der Mehrwertsteuer. 2022 rechnen die Steuerexperten mit einem Aufkommen von 205.655 Mio. Euro, 2026 sollen es bereits 233.850 Mio. Euro sein.

Entwicklung der Steuersätze: Geschichte der Umsatzsteuer

Der Ursprung der heutigen Umsatzsteuer ist die 1916 eingeführte Warenumsatz-Stempelsteuer, die im gesamten Reichsgebiet galt. Die Stempelsteuer betrug 0,10% auf jeden Umsatz. Diese wurde bereits 1918 in die Umsatzsteuer in Höhe von 0,5% umgewandelt. Die Entwicklung der Umsatzsteuer ist in der Tabelle 3 dargestellt. Zum 1. Januar 1968 wurde durch die EG Harmonisierung der Umsatzbesteuerung erstmalig die Mehrwertsteuer in Höhe von 10% für den regulären Satz und 5% für den reduzierten Steuersatz in Deutschland eingeführt. In den folgenden Jahren sind beide Steuersätze kontinuierlich gestiegen. Durch die Corona-Krise wurde die Steuer befristet bis zum Jahresende abgesenkt.

Tab. 3: Entwicklung der Umsatzsteuersätze von 1916 -2020

 

Jahr normaler Satz reduzierter Satz
1916 0,1% Stempelsteuer
1918 0,5% Umsatzsteuer
1951 4,0%
1968 10,0% 5,0% Einführung der Mehrwertsteuer
1978 11,0% 5,5%
1979 13,0% 6,5%
1983 14,0% 7,0%
1993 15,0% 7,0%
1998 16,0% 7,0%
2007 19,0% 7,0%
2020 16,0% 5,0%

Keine doppelte Steuerzahlung

Für viele Produkte müssen die Produzenten Rohstoffe oder einzelne Bestandteile bei einem anderen Unternehmen kaufen und dafür Umsatzsteuer an den Verkäufer zahlen. Nach Fertigstellung der Verkaufsgüter ist der Produzent seinerseits verpflichtet, diese Steuer aus dem Verkauf an das Finanzamt abzuführen. Dadurch kommt es rechnerisch zu einer doppelten Steuerzahlung, die jedoch durch den Vorsteuerabzug vermieden wird, der in § 15 UStG geregelt ist. Nur Firmen, Selbstständige und Freiberufler, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, sind zum Vorsteuerabzug berechtigt, keine Privatpersonen. Zu den Voraussetzungen, die das Finanzamt zum Abzug der Vorsteuer verlangt, gehören:

  • Das Unternehmen ist selbst berechtigt, Umsatzsteuer von seinen Käufern zu verlangen. Dazu müssen der Netto-Jahresumsatz des vergangenen Jahres mindestens 14.705,88 Euro zuzüglich 19 % Steuer (17.500 Euro brutto) und der Netto-Jahresumsatz des laufenden Jahres mindestens 42.016,80 Euro zuzüglich 19 % Steuer (50.000 Euro brutto) betragen. Ansonsten gilt die Firma als Kleinunternehmen, für das das Finanzamt die USt nicht erhebt. Trotzdem ist der Unternehmer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet und er unterliegt weiterhin dem Umsatzsteuergesetz.
  • Für das gekaufte Produkt muss der Verkäufer Steuer auf den Umsatz in Rechnung gestellt haben.
  • Der Nachweis der gezahlten Steuer auf den Umsatz erfolgt durch eine korrekte Wareneingangsrechnung.

Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen an andere Firmen gezahlt hat, kann als Vorsteuer mit der eigenen Steuerlast verrechnet werden. Allerdings erfolgt die Verrechnung nur mit der USt, die das Unternehmen selbst dem Finanzamt schuldet. Eine Verrechnung mit anderen Steuerarten, wie der Gewerbesteuer oder der Lohnsteuer, ist nicht möglich. Das deutsche Steuerrecht ist komplex, deshalb kommen Gewerbetreibende oder KMU’s, die sich keine eigene Steuerabteilung leisten können, oft nicht ohne einen Steuerberater aus. Insbesondere die Erbschaftssteuer oder Schenkungssteuer für Unternehmen sind komplexe Sachverhalte, die eine rechtlich fundierte Planung erfordern.

Top Umsatzsteuerrechner


Sie sind mehrwertsteuerpflichtig? Rechtzeitige Voranmeldung

Gemäß § 18 UStG muss jedes Unternehmen selbst dafür sorgen, dass es den fälligen Umsatzsteuerbetrag berechnet und an das zuständige Finanzamt abführt.
Das zuständige Finanzamt ergibt sich aus dem Ort in Deutschland, in dem ein Unternehmen seine Geschäfte komplett oder zum größten Teil betreibt.
Auch im Ausland ansässige Firmen, die in Deutschland tätig sind, unterliegen der deutschen USt. Umsatzsteuervoranmeldung………..


Korrekte Rechnungserstellung

Um Vorsteuer in Abzug bringen zu können, müssen Unternehmen darauf achten, dass sie von dem Verkäufer eine korrekte Rechnung erhalten, die alle gesetzlich geforderten Angaben enthält. Die Unternehmen selbst müssen ebenfalls alle geforderten Bestandteile in ihren Rechnungen ausweisen, damit ihre Abnehmer ebenfalls eine Steuererstattung erhalten. Der Gesetzgeber fordert folgende Pflichtangaben in einer Rechnung für Waren oder Dienstleistungen:
1. Vollständige Angaben von Namen und Adresse des Rechnungsempfängers
2. Vollständige Angaben von Namen und Adresse des Verkäufers
3. Die Steuernummer des Verkäufers beziehungsweise die Umsatzsteueridentifikationsnummer, falls es sich um einen Verkauf an einen ausländischen Abnehmer und um einen Kauf von einem ausländischen Anbieter mit Sitz innerhalb der EU handelt.
4. Rechnungsdatum, das mit dem Tag der Ausstellung der Rechnung übereinstimmen muss.
5. Eine Rechnungsnummer, die der Verkäufer fortlaufend vergeben muss.
6. Die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Ware oder der erbrachten Dienstleistung. Darüber hinausgehende Informationen sind erlaubt (zum Beispiel bei einer Brillenrechnung die Angabe der Glasstärken).
7. Menge der gelieferten Waren oder Umfang der erbrachten Dienstleistung
8. Zeitpunkt der Leistungserbringung oder der Warenlieferung
9. Vereinbarte Rabatte oder Skonti
10. Beträge, die nach Steuersätzen beziehungsweise Steuerbefreiungen aufgeschlüsselt sind.
11. Nettobetrag, Steuerbetrag, Bruttobetrag inklusive Währungsbezeichnung

 


Differenzbesteuerung

Falls ein Händler mit gebrauchter Ware, mit Antiquitäten oder mit Kunstgegenständen handelt, kann es zu Doppelbesteuerungen kommen, wenn jeder Weiterverkauf erneut mit Umsatzsteuer belegt wird. Daher sieht § 25a UStG in diesen Fällen eine Sonderregelung vor. Wenn der Verkäufer nicht zum Abzug von Vorsteuer berechtigt ist, weil es sich um eine Privatperson handelt, muss der Ankäufer nur die Differenz zwischen dem Ankaufspreis und dem späteren Verkaufspreis besteuern. Dabei darf der Wiederverkäufer in der Rechnung für den Käufer jedoch keine USt aufführen. Ein Vorsteuerabzug ist ebenfalls nicht erlaubt. Allerdings muss für die Preisdifferenz immer der Regelsteuersatz von 19 % gezahlt werden, auch wenn es sich bei der Ware um einen Gegenstand handelt, der ursprünglich mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % belegt war. Das gilt insbesondere für gebrauchte Bücher oder antiquarische Kunstgegenstände.

Um im Rahmen der Differenzbesteuerung den Nachweis für die Berechnung der Steuer auf den Umsatz lückenlos führen zu können, muss der Händler in seiner Buchführung für jeden Gegenstand Einkaufspreis und Verkaufspreis separat aufführen. Die Aufzeichnungen müssen zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Diese Frist gilt auch für sämtliche Rechnungen, die Umsatzsteuer ausweisen.


Mehrwertsteuer in Europa Tabelle – MwSt Europa Tabelle

Hier finden Sie eine Tabelle der Mehrwertsteuersätze in Ländern der Europäischen Union. Quelle: https://ec.europa.eu/taxation_customs/
Im Durchschnitt beträgt die Mehrwertsteuer (normaler Steuersatz) in der EU 21,6%, die geringste Steuer wird mit 17,0% in Luxemburg und die höchste mit 27,0% in Ungarn erhoben. Die Standardabweichung des Kollektivs beträgt +-2,3%

Mitgliedstaat Steuersatz normal Steuersatz ermäßigt
Belgien 21 12/6
Bulgarien 20 9
Dänemark 25
Deutschland 19 7
Estland 20 9
Finnland 24 14/10
Frankreich 20 10/5/2,1
Griechenland
(Festland)
23 13/6
Griechenland
(Inseln der Ostägäis und Dodekanes)
16 9/5
Großbritannien 20 5/0
Irland 23 13,5/9/4,8
Italien 22 10/4
Kroatien 25 13/5
Lettland 21 12
Litauen 21 9/5
Luxemburg 17 14/8/3
Malta 18 7/5/0
Niederlande 21 6
Österreich 20 12/10
Polen 23 8/5
Portugal – Festland 23 13/6
Portugal – Madeira, Azoren 16 Azoren
22 Madeira
9/4 Azoren
12/5 Madeira
Rumänien 24 9/5
Schweden 25 12/6
Slowakei 20 10
Slowenien 22 9,5
Spanien 21 10/4
Tschechien 21 15/10
Ungarn 27 18/5
Zypern 19 9/5

Top Umsatzsteuerrechner

Die Märchensteuer

Die Mehrwertsteuer wir spaßhaft auch als Märchensteuer benannt. Dafür gibt es mehrere Bezüge: Es wird ein Mehrwert bei der bei der Herstellung von Gütern oder Dienstleistungen unterstellt der angeblich besteuert werden muß (ein Märchen?) und die Gründe für kontinuierlichen Erhöhung der Steuer sehen viele als Märchen an. Realpraktische Bedeutung hat der Begriff Märchensteuer aber nicht, denn das Erzählen von Märchen ist steuerfrei – solange es nicht gewerbsmäßig betreiben wird.


VAT rates in Germany

There are two VAT rates in Germany: 19% normal rate und 7% reduced rate. The VAT rate is called by law “Umsatzsteuer” which is by value the same as “Mehrwertsteuer”, responsible is the German Ministry of Finance. The VAT relevant regulation is published at www.bzst.de/EN/Home/home_node.html (Juni 2019)

The amount of the sales tax rate is in accordance with § 12 UStG 19% and 7% for all items that are included in the list of the Federal Ministry of Finance (FOM) of 5 August of 2004. The 140 pages of the list included mainly food, like agricultural products, books, tickets for theater performances, films or music events and works of art. For some transactions VAT has not be paid, such as credit agencies, medical services privately paid or income from selling insurance and savings contracts. To calculate the tax, the net amount of the invoice is used. Source: www.mehrwertsteuerrechner.de/ the VAT Calculator for Austria, Germany and Swiss


Steuerklassen

Letztlich bestimmt bei Arbeitnehmern die Einordnung in eine Lohnsteuerklasse maßgeblich die Höhe vieler steuerlicher Abgaben. Wann lohnt sich welche Steuerklasse bei Verheirateten oder eingetragenen Lebensgemeinschaften, hier finden Sie unsere Ratgeber und Tipps:
Steuerklasse 1 > Steuerklasse 2 > Steuerklasse 3 > Steuerklasse 4 > Steuerklasse 5 > Steuerklasse 6


Steuer Ratgeber

Auf den folgenden Seiten finden Sie Begriffe aus dem deutschen Steuerrecht anschaulich erklärt. In der jährlichen Steuererklärung gibt es viele Möglichkeiten, die Einnahmen durch Steuerfreibeträge wie beispielsweise den Kinderfreibetrag zu reduzieren und dadurch die Einkünfte zu senken.


Kredit Ratgeber

Welche Möglichkeiten bestehen Kreditkosten steuerlichen geltend zu machen? Hier finden Sie Grundlagen zum Kredit und für einen Vergleich der Kreditkonditionen einen Kreditrechner.


Steuer Ethik & Ökologie & Nachhaltigkeit > Umweltschädliche Mehrwertsteuerbegünstigungen

Das Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland aktualisierte Ausgabe 2017 u. a. die Mehrwertsteuervergünstigungen für umweltschädliche Produkte (wobei insbesondere tierische Produkte gemeint sind).
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Danach profitieren von dem 7% Mehrwertsteuersatz viele umweltschädliche Produkte wie Wurst, Fleisch und Milchprodukte. Die Erzeugung dieser Produkte wirkt sich durch hohe Nährstoffbelastungen (z. B. Gülleeintrag), Beeinträchtigung der Gewässergüte und deutlichen Klimabelastungen ungünstig auf die Umwelt aus. Durch die zur Fleischproduktion angebauten Futtermittel für Kühe, Schweine, Hühner und Puten werden große Flächen Ackerland gebunden, die häufig intensiv bewirtschaftet werden. Daher wurde vom Sachverständigenrat für Umweltfragen empfohlen, die Mehrwertsteuervergünstigungen abzuschaffen und auf diese Produkte dem normalen Steuersatz anzuwenden.

Aktuell kommen auch einige Produkte für Feinschmecker, wie etwa das Fleisch von Schildkröten, Froschschenkel oder Gänseleber in den Genuß des reduzierten Mehrwertsteuersatzes, das Umweltbundesamt möchte aus ökologischen und sozialpolitischen Gründen auch für diese Luxusnahrungsmittel den vollen Steuersatz.

 

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News

09.06.2022 Das Umweltbundesamt (UBA) plädiert für eine ökologische Finanzreform der Mehrwertsteuer. Danach soll die Steuer 0% auf den öffentlichen Verkehr und auf pflanzliche Grundnahrungsmittel (z. B. Gemüse, Getreideprodukte, Öle und Gemüse) aber auch Solaranlagen betragen. Klimaschutzmaßnahmen wie energetische Sanierungen und Modernisierung von Heizungen sollten zu einem reduzierten Satz erfolgen. Wissenschaftlich beruft sich das UBA auf den aktuellen Abschlussbericht „Ökologische Finanzreform: Produktbezogene Anreize als Treiber umweltfreundlicher Produktions- und Konsumweisen – Reformvorschläge für die Mehrwertsteuer“.

03.06.2022 Wirtschaftsminister Robert Habeck plant eine neue Start-up-Strategie: Neben weiteren Förderungen soll die Mehrwertsteuer auf Mangementgebühren von Wagniskapitalfonds entfallen.

12.02.2022 BMWI.de – „Die Lieferung von Gas unterliegt dem regulären Umsatzsteuersatz von 19 Prozent. Die Steuer wird vom Entgelt berechnet, also der Gesamtsumme aus Erzeuger- und Vertriebsanteil, Netzentgelten sowie den sonstigen staatlich veranlassten Preisbestandteilen (zum Beispiel Energiesteuer).“

Literatur

Fuest, C., Neumeier, F., Stöhlker, D., 2020: „The pass-through of temporary VAT rate cuts in German supermarket retail“, ifo institute, München, ifo Working Paper No. 341.

Montag, F., Sagimuldina, A., Schnitzer, M., 2020:  Are Temporary Value-Added Tax Reduc-tions Passed on to Consumers? Evidence from Germany‘s Stimulus. arXiv preprintarXiv:2008.08511.