Mit dem Brutto Netto Rechner schnell rechnen was vom Brutto übrig bleibtWas kommt letztlich auf dem Gehaltskonto an? Wer sich nach einem Jobwechsel oder einer Lohnerhöhung vorab orientieren möchte, kann dazu unseren Brutto Netto Rechner nutzen. Hintergrund: Gehälter von angestellten Arbeitnehmern werden in Deutschlanderst nach Abzug von Steuern und  Sozialversicherungsabgaben überwiesen.

Nettolohn mit dem Nettolohnrechner berechnen

Berechnen, was vom Gehalt übrig bleibt: Mit der Eingabe von Bruttolohn, Freibetrag , Steuerklasse etc. individuell den Nettolohn berechnen. Alternativ, was bleibt bei einer Gehaltserhöhung netto übrig, der Gehaltsrechner berechnet die Daten sofort:

 

Der Bruttolohn entspricht daher leider nicht dem Nettolohn, denn die Arbeitgeber sind per Gesetz angehalten, Abzüge vorzunehmen und die Summen an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger weiterzuleiten. Aus diesem Grund erhalten angestellte Arbeitnehmer in Deutschland den vom Arbeitgeber berechneten Nettolohn ausgezahlt.
Mithilfe unseres kostenfreien Brutto-Netto Rechners können sich Angestellte und Arbeiter über ihr monatliches und jährliches Nettoeinkommen informieren.So erfahren Berufsanfänger, wie viel Geld (=Nettolohn) ihnen jeden Monat nach Abzug der Sozialabgaben ausgezahlt wird. Auch Arbeitnehmer, die mit ihrem Chef über eine Gehaltserhöhung verhandeln möchten oder die nach einer neuen Stelle suchen, erhalten mithilfe des Brutto Netto Rechners einen Anhaltspunkt, wie hoch das neue Bruttogehalt ausfallen sollte.

Teilzeit Gehalts Netto Rechner

Der Nettolohn für Teilzeitarbeit unterscheidet sich in der Berechnung von dem für Vollzeit Arbeit. Der Grund dafür liegt überwiegend in den Sonderregelungen für Freibeträge. Ein Teilzeitrechner berücksichtigt speziell diese Unterschiede in der Nettolohn Berechnung. Ein Nettolohn-Teilzeitrechner zur Orientierung über die finanziellen Auswirkungen von Teilzeitarbeit stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hier zur Verfügung.

Einkommen – was bedeutet das?

Vor allem junge Berufsanfänger sind oft erstaunt, dass sie nicht den Betrag auf dem Konto sehen, den sie mit ihrem Arbeitgeber als Lohn ausgemacht haben. Das liegt daran, dass der Arbeitgeber per Gesetz verpflichtet ist, einen Teil des Bruttogehalts einzubehalten. Einige Abgaben zahlt der Arbeitnehmer alleine, während der Arbeitgeber bei anderen Sozialabgaben ebenfalls einen Teil zuzahlen muss. Der Brutto-Netto Rechner für Deutschland eignet sich nur für sozialversicherungspflichtige Angestellte. Wer einen Minijob ausübt, erhält seinen Lohn von maximal 450 Euro ohne Abzug von Sozialabgaben ausgezahlt, sofern er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt. Selbstständige und Freiberufler können sich freiwillig in einer Krankenversicherung und Pflegeversicherung anmelden, zahlen dann aber andere Beiträge als ein Angestellter. Auch der Beitrag zur Rentenversicherung ist für die meisten Selbstständigen freiwillig. Der vorliegende Gehaltsrechner eignet sich nicht zur Berechnung von Einkommen von Selbstständigen, da u.a. keine Gewerbesteuer berücksichtigt wird.

Brutto  Netto

In vielen Bereichen aus dem täglichen Leben sowie aus der Finanzbranche und dem Geschäftsleben ist von den Begriffen Brutto oder Netto die Rede. Die beiden Ausdrücke stammen ursprünglich aus der italienischen beziehungsweise lateinischen Sprache. Netto bedeutet rein, während der Gegensatz brutto mit unrein oder schwerfällig übersetzt wird. Aus den Übersetzungen lässt sich die Bedeutung von brutto und netto erkennen: brutto ist die Gesamtgröße, während sich nach Abzug einiger Faktoren der Nettoanteil ergibt. Die Begriffe brutto und netto werden vor allem in folgenden Zusammenhängen verwendet:

  • Bruttopreis / Nettopreis
  • Bruttogehalt / Nettogehalt
  • Bruttogewicht / Nettogewicht
  • Bruttogewinn / Nettogewinn
  • Bruttodatenrate / Nettodatenrate

In jedem Zusammenhang ist der Bruttobetrag stets höher als der Nettobetrag. Ein Nettowert bildet sich aus dem zugehörigen Bruttowert abzüglich Abschreibungen, Steuern oder Verpackungsgewicht.

Beispiele

Der Bruttopreis setzt sich aus dem reinen Warenwert oder Preis einer Dienstleistung zuzüglich Mehrwertsteuer (MwSt.) zusammen. In der Rechnung an den Käufer sind die Beträge für Brutto, Mehrwertsteuer und Netto separat angegeben, sodass der Rechnungsempfänger sieht, wie sich der Kaufpreis zusammensetzt. So wird aus einem Warenwert von 250 Euro bei einem Mehrwertsteuersatz von 19 % ein Rechnungsbetrag von 297,50 Euro. Die MwSt beträgt 47,50 Euro.

Das Bruttogehalt ist die Höhe des Einkommens, das ein Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber ausgemacht hat. Von dem Bruttolohn zieht der Arbeitgeber jedoch Steuern und Beiträge zu verschiedenen Sozialversicherungen ab, denen die Angestellten in Deutschland per Gesetz angehören müssen. Die Gehaltsempfänger erhalten nur den Nettolohn ausgezahlt.

Das Bruttogewicht einer Ware besteht aus dem Gewicht der Ware zuzüglich ihrer Verpackung. Auch Versandverpackungen, wie eine Palette oder ein Container, werden mitgerechnet. Wird die unverpackte Ware gewogen, erfahren Händler und Käufer das Nettogewicht. Der Brutto Netto Unterschied wird als Tara bezeichnet.

Ein Unternehmen berechnet seinen Bruttogewinn, indem es von dem Bruttoumsatz eines bestimmten Zeitraums die Mehrwertsteuer und den Wareneinsatz abzieht. Der Bruttoumsatz abzüglich MwSt. wird auch Nettoumsatz genannt, während der Bruttogewinn auch als Deckungsbeitrag oder Handelsspanne bekannt ist.

Bruttodatenrate und Nettodatenrate sind Begriffe aus der EDV. Die Übertragung der reinen Nutzdaten der Anwender ohne Steuerinformationen und Korrekturdaten wird als Nettodatenrate oder auch Nutzdatenrate beziehungsweise Datendurchsatz bezeichnet. Sobald die Nutzdaten von Codierungsinformationen und Fehlerschutzdaten begleitet werden, handelt es sich um die Bruttodatenrate.

Der Ausdruck netto wird auch noch in anderen Zusammenhängen gebraucht. Er bezeichnet eine Saldengröße, die sich durch Berechnung zweier Faktoren ergibt. Als Beispiel dienen die Nettoimporte eines Landes, die sich aus der Differenz der landesweiten Importe und Exporte ergeben.

Die Steuern und Sozialabgaben deutscher Arbeitnehmer

Um den Lohnrechner richtig zu nutzen, muss der Anwender einige Daten eingeben. Das Bruttogehalt ist der Ausgangspunkt der Berechnung. Hat der Arbeitnehmer eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen, wird ein Teil seines Entgelts umgewandelt und unterliegt nicht den Abzügen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Auch ein auf der Lohnsteuerkarte eingetragener Freibetrag verringert die Abzüge, sodass der Nettolohn steigt. Zu diesem Ergebniss kommt auch die Bundesregierung, die Mehr Netto vom Brutto postitutuliert. Nach Eingabe des monatlichen Bruttogehalts und der Beträge für die betriebliche Altersversorgung und den jährlichen Steuerfreibetrag ermittelt der Brutto Netto Rechner die einzelnen Abzüge. Diese Abzüge bestehen aus folgenden Steuern und Beiträgen zu den Sozialversicherungen:

  • Lohnsteuer
  • Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag (Soli)
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag sind für Arbeitnehmer in allen deutschen Bundesländern gleich hoch. Bei der Berechnung der Kirchensteuer kommt es darauf an, in welchem Bundesland der Steuerpflichtige wohnt. So zahlen Bayern und Baden-Württemberger einen Beitrag in Höhe von 8 % der Einkommensteuer (ESt), während alle anderen Bundesbürger 9 % der ESt an die Kirchen abführen müssen (der Brutto-Netto Rechner berücksichtigt die unterschiedlichen Sätze). Nur Arbeitnehmer, die keiner der steuerberechtigten Religionsgemeinschaften angehören, sind von der Kirchensteuer befreit. Wer aus der Kirche austritt, um die Kirchensteuer zu sparen, muss seinem Arbeitgeber eine Bescheinigung über den Austritt vorlegen. Lohnsteuer, Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer muss der Arbeitnehmer alleine zahlen.
Bei diesen Sozialabgaben zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 50 %:

  • Arbeitslosenversicherung
  • Rentenversicherung (Ausnahme: Rentenversicherung der Knappschaft)
  • Pflegeversicherung (Ausnahmen: Arbeitnehmer ohne Kinder und älter als 23 Jahre zahlen einen erhöhten Beitrag und in Sachsen zahlt der Arbeitgeber einen höheren Beitrag als der Arbeitnehmer)
  • Krankenversicherung (Ausnahme: die Krankenkassen sind berechtigt, einen Zusatzbeitrag zu verlangen, der vom Einkommen abhängig ist und den der Arbeitnehmer alleine zahlen muss)

Es fallen im Rahmen einer Gehaltsabrechnung noch weitere Abgaben an, die nur der Arbeitgeber trägt (sind in der Datenbank des Gehaltsrechner enthalten):

  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Umlage U1 zur Finanzierung der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlungen für Firmen mit bis zu 30 Angestellten
  • Umlage U2 zur Finanzierung des Mutterschaftsgeldes
  • Umlage U3 zur Finanzierung des Insolvenzgeldes

Die Gehaltsabrechnung

Deutsche Unternehmen, die sozialversicherungspflichtige Angestellte beschäftigen, sind nach § 108 der Gewerbeordnung (GewO) verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine schriftliche Abrechnung des Gehalts zur Verfügung zu stellen. Aus der Abrechnung muss der Lohnempfänger genau erkennen können, wie sich die Berechnung des Nettogehalts zusammensetzt und welche Beträge an das Finanzamt, die Krankenkasse zur Verteilung an die anderen Sozialversicherungen und gegebenenfalls die betriebliche Altersvorsorge überwiesen wurden. Die Lohnabrechnung muss jedoch nicht jeden Monat gedruckt werden. Sobald sich die einzelnen Angaben im Vergleich zur vorhergehenden Abrechnung nicht verändert haben, muss der Arbeitgeber keine neue Gehaltsabrechnung bereitstellen. Auf Anforderung erhalten die Arbeitnehmer aber trotzdem eine aktuelle Abrechnung, die sie zum Beispiel zur Vorlage bei einer Bank benötigen, um einen Kredit zu beantragen. In § 107 der Gewerbeordnung ist geregelt, dass die erstellte Entgeltabrechnung das Bruttogehalt, die einzelnen Beträge von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie den ausgezahlten Nettobetrag in Euro enthalten muss.

  • Jede Gehaltsabrechnung muss mindestens diese gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile aufweisen:
  • Namen und Adresse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Geburtsdatum des Gehaltsempfängers
  • Sozialversicherungsnummer gemäß § 147 des Sozialgesetzbuches (SGB VI)
  • wann das Beschäftigungsverhältnis aufgenommen wurde
  • bei der letzten Abrechnung: wann das Beschäftigungsverhältnis beendet wurde
  • Abrechnungszeitraum inklusive der Steuertage und Sozialversicherungstage
  • Angaben der Lohnsteuerkarte: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchenzugehörigkeit, Steuerfreibeträge, Identifikationsnummer des Steuerpflichtigen
  • welche Stelle die Beiträge zu den Sozialversicherungen einzieht

Nutzen Sie unseren Gehaltsrechner für eine schnelle Übersicht was als Nettobetrag übrig bleibt.

Reallöhne in Deutschland – Entwicklung & Definition & Beispiel & Berechnung

Der Begriff Reallohn definiert das Entgelt (Lohn) für eine Arbeitsleistung in Relation zu den Verbraucherpreisen (Inflationsrate). Damit wird der Lohn unter Berücksichtigung der Kaufkraft bewertet. Der Reallohn ist der Lohn Berechnung des Reallohns: Lohn

Hier ein Beispiel für die Berechnung: eine Lohnerhöhung um 4% ( 4% Zuwachs des Nominallohns) bei gleichzeitiger Inflationsrate von 6% bringt dem Erwerbstätigen zwar eine Lohnerhöhung aber keinen höheren Reallohn, tatsächlich würde lohnseitig eine Kaufkraftminderung von 2% vorliegen. Der Arbeitnehmer könnte sich für seinen Lohn 2% weniger an Waren und Dienstleistungen kaufen.

Reallohnindex  Begriff und Berechnung

Der Reallohnindex berücksichtigt die Entwicklung der Nominallöhne im Verhältnis zur Entwicklung der Preisveränderungen. Ein positiver Reallohnindex bedeutet ein Kaufkraftgewinn des Lohns, die Lohnsteigerung liegt über der Inflationsrate (Verdienstanstieg > Verbraucherpreisanstieg). Ein negativer Reallohnindex bedeutet ein Verlust an Kaufkraft des Lohns, die Inflationsrate ist höher als die Lohnsteigerung (Verbraucherpreisanstieg Verdienstanstieg).

Wie wird der Reallohnindex berechnet? Dazu wird der Nominallohnindex durch den Verbraucherpreisindex dividiert und mit 100 multipliziert. Die Formel lautet: Nominallohnindex/ Verbraucherpreisindex * 100

Reallohn und Verbraucherpreisindex sind Preisindizes, die beide nach dem Konzept des Laspeyres-Kettenindex berechnet werden

Entwicklung des Reallohnindex

Wie hat sich der Reallohnindex in Zeiten der Finanzkrise entwickelt? Der Zeitverlauf des Index ist in der Abbildung 1 pro Quartal dargestellt.

reallohnindex-quartalsweise

Abb. 1: Entwicklung des Reallohnindex von 2007 – 2016. Werte jeweils pro Quartal. Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutlich wird die kontinuierliche Zunahme des Indexwertes von 2007 bis 2015. In den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2015 hat der relativ geringe Anstieg der Verbraucherpreise maßgeblich einen steigenden Reallohnindex bewirkt, die Inflationsrate lag in diesen Jahren nicht über 2,0%. Im 2. Quartal 2016 ist der Reallohnindex um 2,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

Langfristige Entwicklung

In der Abbildung 2 ist die Veränderung des Reallohnindex von 1993 bis 2016 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt. Die positive Entwicklung seit 2007 wird deutlich. In 2016 ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rücksetzer zu verzeichnen: Mit 1,8% blieb trotzdem durchschnittlich real mehr Geld vom Bruttolohn übrig!

Reallohnindex Entwicklung 1993 bis 2016
Abb. 2: Entwicklung des Reallohnindex im Vergleich zum Vorjahr von 1992 – 2016

Reallohnindex 2017

Die große Frage, aber: Absehbar ist aber aufgrund der Lohnabschlüsse und deutlich höher erwartete Verbraucherpreise eine Abnahme des Reallohnindex in 2017.

Reallohnindex 2016

Jahresabschluss 2016: Im Gesamtjahr 2016 stieg der Reallohnindex im Vorjahresvergleich um 1,8%, die
Nominallöhne nahmen um 2,3% zu, während die Inflationsrate bei 0,5% lag.

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 22.09.2016: „Reallöhne im 2. Quartal 2016 um 2,3 % höher als im 2. Quartal 2015 – Der Reallohnindex in Deutschland ist nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung vom zweiten Quartal 2015 bis zum zweiten Quartal 2016 um 2,3 % gestiegen. Der Verbraucherpreisindex legte im selben Zeitraum um 0,1 % zu. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug der nominale Verdienstanstieg 2,4 %.“

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 23.06.2016: „1. Quartal 2016: Hoher Anstieg des Reallohn­index setzt sich fort“. Die Reallöhne sind im 1. Quartal 2016 durchschnittlich um 2,6% gestiegen. Das Ergebnis aus 2,8% Nominallohnzuwachs und einer mit 0,2% geringen Inflation.

Information zur Umbasierung der Reallohndaten 1. Quartal 2016 auf das neue Basisjahr 2015  Achtung: Als Basis für die Daten zum 1. Quartal 2016 gilt das neue Basisjahr 2015!

Die Redaktion erwartet auch für 2017 keine Steigerung des Reallohnindex. Der Ölpreisanstieg dürfte die Inflationsrate zumindest in den ersten Monaten 2017 über 1% steigen lassen. Und die Gewerkschaften erzielen relativ hohe Lonabschlüsse. So haben die Tarifverhandlungen 2016 für den Öffentlichen Dienst 4,75% Lohnzuwachs ergeben.

Reallohnsteigerungen in 2015

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Reallöhne von Januar bis Dezember 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,4% gestiegen. Da die Inflationsrate nur 0,2% beträgt haben Arbeitnehmer einen deutlichen Kaufkraftgewinn ihres Bruttolohns in 2015. Im III Quartal betrug der Bruttolohn für eine Vollzeitbeschäftigung in Deutschland 3624 Euro.

Tipps für ein höheres Nettoeinkommen

Das Nettovermögen ist in in Deutschland ungleich verteilt. Der Brutto Netto Rechner macht auf Wunsch des Anwenders trotzdem auch Vorschläge, wie Arbeitnehmer ihr Nettogehalt erhöhen können. So sorgt ein Kirchenaustritt für eine Ersparnis bei den Abzügen vom Bruttoeinkommen. Über zusätzliche Zahlungen, die keine Gehaltsumwandlung darstellen, können die Arbeitgeber dafür sorgen, dass ihren Mitarbeitern jeden Monat mehr Geld für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht. So kann ein Unternehmen zum Beispiel Benzingutscheine ausgeben, deren Wert jedoch 44 Euro im Monat nicht übersteigen darf. Solange der Gutschein nur über eine Menge an Benzin ausgestellt wird und keinen genauen Betrag enthält, muss die Zuzahlung nicht versteuert oder mit Sozialversicherungsbeiträgen belastet werden.

Weiterführende Informationen

Sozialversicherungsbeiträge Entwicklung

Die Entwicklung des Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes ist in der Abbildung 3 dargestellt.

Entwicklung der Sozialversicherungsbeiträge von e

Abb. 3: Entwicklung des Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes von 1970 bis 2015. Quelle: arbeitgeber.de

Das waren noch Zeiten: In den 70er Jahren des letzten Jahrhundert lag die Summe der Sozialversicherungsbeiträge (= Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz) deutlich unter 30%. Von diesen Zeiten können Arbeitnehmer (und Arbeitgeber) heute nur träumen, denn die 40% Marke ist für 2017 wieder ein Thema. Nachdem die Sozialversicherungsbeiträge schon 2000 und den Folgejahren die 40% Benchmark überschritten hatten, drückte die Regierung den Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz ab 2013 unter 40%. In 2015 betrug der Satz 39,6%. Ab 2017 ist wieder mit Werten über 40% zu rechnen, da die Pflegeversicherung und vermutlich der Zusatzbeitrag für die Krankenkassen um ca. 0,2% steigen werden.

Sozialversicherungsrechengrößen 2016

Die wichtigen Rechengrößen sind in der „Verordnung über maßgebende Rechen größen der Sozialversicherung für 2016 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2016)“ angegeben (Sozialversicherungsrechengrößen 2016 ). Die wichtigsten Punkte darin sind: “ Die maßgebende Veränderungsrate im Jahr 2014 beträgt 2,54 Prozent in den alten Ländern und 3,39 Prozent in den neuen Ländern.“

„Die Vorjahreswerte der bundeseinheitlich geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenzen in der Krankenversicherung werden mit der Veränderungsrate der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen für Gesamtdeutschland im Jahr 2014 fortgeschrieben. Die maßgebende gesamtdeutsche Veränderungsrate im Jahr 2014 beträgt 2,66 Prozent.“ Hier finden Sie unseren online Prozentrechner.

Die Rechengrößen nach dem derzeitigen Referentenentwurf, Quelle: Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2016

West Ost
Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze:
allgemeine Rentenversicherung
6 200 € 74 400 € 5 400 € 64 800 €
Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche
Rentenversicherung
7 650 € 91 800 € 6 650 € 79 800 €
Beitragsbemessungsgrenze:
Arbeitslosenversicherung
6 200 € 74 400 € 5 400 € 64 800 €
Versicherungspflichtgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung
4 687,50 € 56 250 € 4 687,50 € 56 250 €
Beitragsbemessungsgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung
4 237,50 € 50 850 € 4 237,50 € 50 850 €
Bezugsgröße
in der Sozialversicherung
2 905 €* 34 860 €* 2 520 € 30 240 €
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr
in der Rentenversicherung
36 267 €

www.bmf-steuerrechner.de >Berechnung der Lohnsteuer  > Service für Entwickler

Bundesministerium der Finanzen: Berechnung der Lohnsteuer. > Service für Entwickler > Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer für Dezember 2015: hier zum Download

Weiter Informationen finden Sie auch unter #brutto-netto-rechner oder doi:brutto-netto-rechner.mehrwertsteuerrechner.de auf unserem Twitter Account

Mehr Netto 2017?

Endlich: es wurde Zeit, dass mehr vom Gehalt übrigbleibt. Zwei Änderungen führen im Wesentlichen zu mehr Netto in 2016. Durch die Erhöhung der Grundfreibeträge und Änderungen im Steuersatz als Funktion des Einkommens (Steuertarif) ergeben sich positive Auswirkungen für den Nettolohn. Um gleich davon zu profitieren sollten sich Arbeitnehmer die neuen Freibeträge, die 2 Jahre gültig bleiben, vom Finanzamt auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Der Bund der Steuerzahler rechnet im Durchschnitt mit rund 100 Euro mehr Netto in 2016. Das ist zwar nicht viel Geld, aber immer noch besser als gar nichts.

Bruttonationaleinkommen

Ein Bruttoeinkommen gibt es nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Staaten. Das nennt sich dann Bruttonationaleinkommen. Die Definition für das Bruttonationaleinkommen (BNE) ist: Summe der Bewohnereinkommen (im Inland und Ausland) eines Staates pro Jahr. Das BNE war bis 1999 unter dem Begriff Bruttosozialprodukt bekannt. Viele Größen beziehen sich auf das BNE. So wird beispielsweise die Entwicklungshilfe oft in Relation zum Bruttonationaleinkommen angegeben.

Mindestlohn

Der Mindestlohn beträgt auch 2016 genau 8,50 Euro Brutto. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Fragen und Antworten zum Mindetlohn zusammengestellt. Ausnahme gibt es einige, z. B.:

„Welche Regel gilt für Zeitungszustellerinnen und -zusteller?
Um auch dieser Branche die Einführung des Mindestlohns zu erleichtern, sieht das Mindestlohngesetz eine stufenweise Einführung für Zeitungszustellerinnen und -zusteller vor. Seit dem 1. Januar 2015 erhalten sie mindestens 75 Prozent, ab dem 1. Januar 2016 mindestens 85 Prozent des geltenden Mindestlohns. Ab dem 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sind es dann 8,50 Euro, ab dem 1. Januar 2018 bekommen sie den dann von der Mindestlohnkommission beschlossenen Mindestlohn ohne Einschränkung. Sind Zeitungszustellerinnen und -zusteller als ausschließlich mobile Arbeitnehmer tätig, die keinen Vorgaben zur konkreten täglichen Arbeitszeit (Beginn und Ende)  unterliegen und sich ihre tägliche Arbeitszeit eigenverantwortlich einteilen, ist für sie die Aufzeichnungspflicht lediglich auf die Dauer der täglichen Arbeitszeit beschränkt“. Quelle: bmas.de

Für die Minijobber gibt es dagegen keine Ausnahme:

„Was gilt für Personen mit einem Minijob?
Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, unabhängig von Arbeitszeit oder Umfang der Beschäftigung – und damit auch für Minijobberinnen und Minijobber. Aus der Grenze von 450 € ergibt sich für Minijobberinnen und Minijobber bei einem  Mindestlohn von 8,50 Euro eine maximale Arbeitszeit von 52,9 Stunden pro Monat. Beim gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde handelt es sich um einen Bruttostundenlohn. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung bleiben bei der Berechnung des Mindestlohns außer Betracht. Das heißt, auch die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur gesetzlichen Rentenversicherung im Rahmen der Minijobs trägt der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttostundenlohn. Neu ist, dass der Arbeitgeber die Arbeitszeiten von Minijobbern zukünftig  aufzeichnen sowie diese Aufzeichnungen zwei Jahre lang aufbewahren und bei einer Prüfung durch den Zoll vorlegen muss. Die Aufzeichnungspflicht besteht nicht für Minijobber in Privathaushalten“. Quelle bmas.de

Social Media

Der Brutto Netto Rechner kann als OpenOffice Template hier downgeladen werden.

 

Verdienste und Arbeitskosten 2015/2016

Übersicht der Verdienste nach TVöD sowie der Länder (TV-L, TV-H, TV-Berlin)
„Verdienste im öffentlichen Dienst für Beamte und Tarifbeschäftigte bei Bund, Ländern und Gemeinden“

Trends

Wie entwickelt sich das Interesse der User an dem Thema? Aufschluss dazu gibt Google Trends. In der Abbildung 4 ist das Suchvolumen für „Brutto Netto Rechner“ im Zeitverlauf dargestellt. Die Darstellung gibt keine absoluten Zahlen an, weitere Informationen zur Auswertungstechnik finden Sie auf unserer Seite zu Google Trends Methodik.

Interesse an dem Begriff Brutto Netto Rechner, Google Trends

Abb. 4: Relatives Suchvolumen für den Begriff „Brutto Netto Rechner“ von Mai 2004 bis 2016. Quelle: Google: www.google.de/trends/

Deutlich wird die Zunahme des Interesses von 2004 bis 2015. Im Januar 2015 wurde der Begriff bisher am häufigsten nachgefragt. In den letzten Monaten hat sich die Nachfrage etwas verringert. Bei der Suche gibt es einen saisonalen Trend: Minima treten immer zum Jahresende und Maxima gleich im Folgemonat des nächsten Jahres im Januar, auf.

Nach dem Begriff „Lohnrechner“ wird dagegen wesentlich ausgeglichener gesucht, wie die Abbildung 5 zeigt. Seit 2011 wird das Keywort mit leicht abnehmender Tendenz nachgefragt.

Interesse an dem Begriff "Lohnrechner" bei Google Trends

Abb. 5: Relatives Suchvolumen für den Begriff „Lohnrechner“ von Mai 2004 bis 2016. Quelle: google.de/trends/

Medienschau

Bundesministerium der Finanzen

Bundesverwaltungsamt

Reuters

Spiegel

Verdi

 

Weitere Rechner finden Sie hier

Kfz Versicherungsrechner

FAQ

was ist Arbeitsentgelt
was ist Arbeitslohn rechtlich
was ist der Bruttolohn
Nettolohn ist das was nach Abzug von....übrigbleibt

News

08.08.2016 Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU fordert eine Steuereform mit deutlichen Entlastungen der Steuerzahler.
„Zugleich sind gerade für untere und mittlere steuerpflichtige Einkommen die Belastungen mit Steuern und Sozialabgaben so hoch, dass bei vielen vom zusätzlich erarbeiteten Euro-Bruttolohn weniger als die Hälfte bleibt. “

24.06.2016 Bundesregierung will Kosten der Unternehmen für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge senken.
Coverblatt der Studie: Faelligkeit von SozialversicherungbeitraegenWas wenig bekannt ist: Die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge kostet die Wirtschaft die stolze Summe von rund 1,5 Milliarden Euro. Die Bundesregierung plant eine Entlastung der Unternehmen durch ein vereinfachtes Berechnungsverfahren der Beiträge. Der Normenkontrollrat hat lange die gängige Berechnungspraxis untersucht und eine Entbürokratisierung evaluiert. Aktuell werden die Sozialversicherungsbeiträge zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig.

Der Normenkontrollrat schlägt als beste, kosten- und zeitsparende Alternative das sogenannte „erleichterte Beitragsberechnungsverfahren“ vor, das bisher bereits als Ausnahme für bestimmte Betreibe gilt. Dabei dient als Berechnungsgrundlage die Verwendung der Vormonatswerte, wobei Differenzen zum Monatsende dann im Folgemonat verrechnet werden.

„Berechnung und Abführung der Sozialversicherungsbeiträge ist eine Pflicht, die Unternehmen jährlich 1,46 Milliarden Euro kostet. Insbesondere die Unternehmen, die zum Stichtag noch keine Klarheit über die tatsächlichen Sozialversicherungsbeiträge haben und daher diese schätzen müssen, haben einen hohen Aufwand. Der Bericht zeigt als beste Alternative das sogenannte ‚erleichterte Beitragsberechnungsverfahren’ (Verwendung des Vormonats als Berechnungsgrundlage, Differenzen zum Monatsende werden im Folgemonat verrechnet), das bisher nur als Ausnahme für Unternehmen mit besonders schwankenden Lohnsummen zulässig war. Die Öffnung dieser Ausnahmeregelung für alle führt zu einer jährlichen Entlastung der Unternehmen von rund 64 Millionen Euro.“

Die Studie kann hier downgeladen werden: Quelle: www.normenkontrollrat.bund.de

Projektbericht – Fälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen

 

08.02.2016 Deutliche Reallohnsteigerung in 2015. Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Reallöhne in 2015 um 2,5% gegenüber 2014 gestiegen. Es handelt sich um den höchsten Zuwachs seit 2008. Die Verdienststeigerung entwickelte sich mit 2,8% überdurchschnittlich während die Inflationsrate mit 0,30% niedrig blieb. Arbeitnehmer konnten sich daher 2015 über einen deutlichen Kaufkraftzuwachs freuen.

20.11.2015 Zweites Pflegestärkungsgesetz führt zu Mehrbelastungen ab 2017
Pflegebedürftige werden demnächst besser unterstützt. Die Kosten tragen die Arbeitnehmer: Ab Januar 2017 erhöht sich der Beitragssatz der Pflegeversicherung um 0,20% (entspricht 0,20 Beitragssatzpunkte), die auf das Bruttoeinkommen berechnet werden.