Wie hoch ist die Mehrwertsteuer bei Immobilien?Wer eine Immobilie erwirbt, fragt sich, was an Kosten auf ihn zukommt. Neben dem Kaufpreis gilt grundsätzlich, dass das Finanzamt Grunderwerbsteuer in Höhe von dreieinhalb bis sechseinhalb Prozent des Kaufpreises nimmt (zum Grunderwerbsteuer Rechner). Dazu kommen ein bis zwei Prozent für die Notarkosten. Was ist mit der Mehrwertsteuer bei Immobilien? Hinzu kommen Kaufnebenkosten von ungefähr einem halben Prozent, wie Grundbucheintragung und Ähnliches. Sofern diese nicht bereits in den Notarkosten enthalten sind.
Handelt es sich um einen Neubau, verlangt die Gemeinde Erschließungskosten. Befindet sich das Objekt unter Verwaltung, muss mit um die zweihundert Euro für die Verwalterzustimmung, die formal einzuholen ist, gerechnet werden.

Die überwiegende Zahl der Objekte wird über einen Kredit finanziert, die Bank fordert zwischen ein und zwei Prozent der Darlehnssumme für die Finanzierung, kommt es später als vereinbart zur Auszahlung der Hypothek erhöhen sich die Bereitstellungskosten nochmals gemäß des vereinbarten Zinssatzes.

MwSt beim Immobilienkauf

Grundsätzlich bestehen Unterschiede zwischen privat oder gewerblichen Umsätzen im Zusammenhang mit Immobilien. Immobilienverkauf/kauf – was will das Finanzamt? Keine MwSt bei privaten, aber MwSt bei gewerbsmäßigen Immobiliengeschäften.

Keine Mehrwertsteuer beim privaten Immobilienkauf 2021

Im Rahmen eines Privatkaufs ist die einzige Position, bei der Mehrwertsteuerberechnung separat erfolgt, die Maklercourtage, die je nach Region bei 3% bis 7,14% des Kaufpreises liegt. Die Maklerprovision wird als Bruttobetrag angegeben und enthält die Mehrwertsteuer in Höhe von 19%. Da seit dem 1. Januar 2021 bei einem Immobilienerwerb die Maklerkosten hälftig auf Käufer und Verkäufer verteilt sein müssen, spart der Käufer den entsprechenden Anteil an der MwSt. Grundsätzlich gilt, dass Privatpersonen auch im Rahmen eines Immobilienerwerbs keine Mehrwertsteuer zum Abzug bringen können.  Dadurch soll laut UStG § 4 Nr. 9a eine Doppelbesteuerung vermieden werden, da bereits Grunderwerbsteuer fällig wird. Anders sieht es bei Selbstständigen, Freiberuflern, Gewerbetreibende und Unternehmen aus.

Kaufpreis einer Immobilie bei Firmen, Selbstständigen etc. mit Mehrwertsteuer

Erfolgte der Kauf für die Eigennutzung, wird er steuerlich als Privatkauf behandelt. Erwirbt ein Selbstständiger das Objekt zur Fremdnutzung, kann er die Mehrwertsteuer im Rahmen der Umsatzsteuererklärung oder Umsatzsteuervoranmeldung von der Vorsteuer abziehen. Allerdings nur, sofern es eine Umsatzsteuererklärungspflicht gibt. Bei Unternehmen gilt der Zweck des Kaufs für die steuerliche Behandlung der Mehrwertsteuer als ausschlaggebend. Stehen eine Vermietung und Verpachtung oder firmeneigene Nutzung an, gehört der Erwerb zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Damit sind alle mit dem Kauf und der Nutzung im Zusammenhang stehenden Ein- und Ausgaben als Betriebskosten zu behandeln. Die Mehrwertsteuer ist entsprechend zu verrechnen. Kauft das Unternehmen für den privaten Gebrauch des Firmeneigentümers, gelten auch für Firmen die Regeln des Privatkaufs.

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